Ein Bücherschrank für Barmbek Süd!

29. September 2026   Sabine Engelhart
Aus dem Stadtteil, Freizeit, Hamburg, Literatur  

Etwas versteckt hinter dem Barmbek°Basch steht er: der neue, schicke Bücherschrank für die Bewohnerinnen und Bewohner in Barmbek-Süd. Für eine Passantin ist er sogar „…wohl der schönste, den sie je gesehen hat“.

Gestern wurde der Bücherschrank vom Stadtteilrat feierlich und mit prominenter Unterstützung bei Eröffnung-Zeremonien eingeweiht. Neben Bezirksamtsleiterin Dr. Bettina Schomburg hatte Kultursenator Dr. Carsten Brosda den Weg ins Barmbek°Basch gefunden. Er lobte den Schrank als praktische Lösung für private Bücherschätze, denn Dinge, die man wertschätzt, wirft man nicht weg. Eine wunderbare Sache.  Die Bezirksamtsleiterin hatte dazu zwei ihrer Bücher mitgebracht und direkt in den Schrank gestellt. 

Das ganze System folgt einem einfachen Prinzip.

Jede und jeder kann sich kostenlos ein Buch mitnehmen und im Gegenzug ein eigenes, lesenswertes Exemplar hineinstellen – ein literarischer Tauschhandel für die Nachbarschaft.

Bis zur Eröffnung war es allerdings ein Stück Arbeit. Viele Engagierte des Stadtteilrats Barmbek-Süd haben Köpfe und Hände zusammengesteckt, um das Projekt auf die Beine zu stellen. Einige Hürden mussten genommen werden: von der Wahl des passenden Modells (entworfen/ begleitet von BOKX-Design-Architekt Hans-Jürgen Greve) über die Suche nach dem optimalen Standplatz bis hin zur Finanzierung. Am Ende fügte sich alles bestens.

Ermöglicht wurde das Projekt durch Sondermittel der Bezirksversammlung Hamburg-Nord sowie durch zahlreiche Spenden. Unterstützt wird der Schrank zudem von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Alt-Barmbek sowie vom Tagewerk der Alsterdorf Assistenz West: Ehrenamtliche Kümmerer schauen regelmäßig nach dem Rechten und Halten die Regale ordentlich. Praktisches Detail: Direkt neben dem Schrank laden zwei Sitzbänke dazu ein, gleich mit dem Schmökern anzufangen oder mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen.

Kurzum hat der Stadtteilrat Barmbek Süd hier mit seinen Akteuren einen attraktiven neuen Ort der Begegnung für die Menschen geschaffen, der sich sehen lassen kann.