Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2025   Claudia Berg
Unkategorisiert  

Die middenmang-Redaktion wünscht euch und Ihnen allen schöne, besinnliche und erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches 2026!

Aus guter Tradition gibt es für alle, die Spaß am Ausmalen haben, zwei Weihnachtskatzen als Ausmalbild.

Wir lesen uns im neuen Jahr!

Und hier geht es zum Ausmalbild.

DATE – kulinarisches Schreibcafé, 11. September 2025

27. Oktober 2025   Claudia Berg
Aus dem Stadtteil, kulinarisches Schreibcafé  

Ein Abend zwischen Essen und Erzählen

Im September fand im Hamburger Stadtteil Barmbek-Süd das zweite „DATE – kulinarische Schreibcafé“ im Mehrgenerationenhaus Barmbek°Basch statt. Zehn Teilnehmende mit unterschiedlichen Hintergründen kamen zusammen, um gemeinsam zu essen, zu erzählen und zu schreiben. Im Mittelpunkt standen drei Lebensmittel, die weltweit Geschichte geschrieben haben. Die Dattel als Gastgeberin traf sich an dem Tag mit Tomate und Paprika, die wiederum die Grundlage für leckere Gerichte bildeten (Rezepte siehe unten im Artikel).

Das DATE! verbindet historisches Wissen, kreatives Schreiben und gemeinsames Erleben. Jede Veranstaltung widmet sich neuen Lebensmitteln, die sowohl kulturhistorisch als auch biografisch Geschichten in sich tragen. Diese kulinarischen Wanderer dienen als Ausgangspunkt für Begegnung und Austausch im Hier und Jetzt.

Wissen, Geschmack und Geschichte

Den Auftakt von DATE! bildete ein kurzer Wissensimpuls zu Herkunft und kultureller Bedeutung der Hauptzutaten. Die Dattel, Symbol für Gastfreundschaft im Nahen Osten, begleitet den Menschen seit Jahrtausenden; archäologische Funde belegen ihre Nutzung bereits vor über 7000 Jahren. Sie eignet sich deshalb sehr gut als Gastgeberin für diese neue interkulturelle Veranstaltungsreihe. Die Teilnehmenden tauschten Erinnerungen an Familiengerichte, Lieblingsrezepte und kulinarische Traditionen aus. Dieser lebendige Dialog schaffte eine offene, interessierte Atmosphäre, in der Wissen und Alltagserfahrung auf natürliche Weise miteinander verschmolzen.

Erzählen als Einstieg

Um den Übergang zum kreativen Schreiben zu erleichtern, wurde gemeinsam mit Storytelling-Cubes gespielt. Die Würfel, die mit Symbolen und Bildern versehen sind, halfen dabei, spontane Ideen zu entwickeln und erzählerische Verbindungen zu schaffen – von der Küche über den Markt bis hin zur Fantasie. Das Spiel diente als niederschwelliger Einstieg und machte den Schreibprozess für alle Teilnehmenden zugänglich und spielerisch.

Schreiben, Sprechen, Teilen

Im Anschluss entstanden zahlreiche neue Texte: poetische Miniaturen, kulinarische Erinnerungen und kleine Geschichten, inspiriert von Dattel, Tomate und Paprika. Ergänzend wurden zwei kurze Audioaufnahmen produziert. Die entstandenen Beiträge werden immer hier im Online-Magazin Middenmang veröffentlicht.

Auch die Bücherhalle Dehnhaide war an dem Abend beteiligt und brachte eine Auswahl thematisch passender Bücher und Schreibanregungen ein – von kulinarischen Erzählungen bis hin zu internationalen Kochrezepten.

Gemeinsamer Ausklang

Abgeschlossen wurde der Abend mit einem gemeinsamen Essen, mit Rezepten zu den drei Lebensmitteln, die die Iranerin Rozita zubereitet hatte. Einige der Teilnehmenden brachten selbstgemachtes mit, wie Dattel-Schokoladen Konfekt und Dattel-Fruchtbällchen. Die Gespräche wurden fortgesetzt und erste Texte (hier unbedingt nachlesen!) vorgelesen. Stimmung und Austausch waren lebendig und wertschätzend – ein Zeichen für ein gelungenes Miteinander und Vielfalt, die Literatur, Kulinarik und Gemeinschaft miteinander verband.

Die Rezepte zum Nachkochen findest du hier:

Scharfe Möhren mit Datteln

Couscous Paprika mit Datteln und Schafskäse

Und hier gibt es etwas zu hören:

Essen & Katzen:

Rückblick – Sangeeta & Sabine

Das nächste DATE – kulinarische Schreibcafé

DATE – kulinarisches Schreibcafé
🗓 13. November 2025, 18–20 Uhr
📍 Barmbek°Basch, Hamburg

📢 In Kooperation mit dem Online Middenmang Magazin, Mehrgenerationenhaus Barmbek°Basch, Kulturpunkt Basch

DATE: kulinarisches Schreibcafé am 11. September 2025 – Schreiben, Sprechen, Teilen

Lest hier, was am 11. September 2025 im zweiten kulinarischen Schreibcafé entstanden ist!

Texte

Das kulinarische Schreibcafé

Eine Veranstaltung, wo Menschen aus der Umgebung zusammenkommen und zusammen essen. Heute sind es circa 15 Teilnehmer:innen. Einige wohnen in dem Stadtteil, andere arbeiten hier.
Viele haben Speisen zum Thema beigesteuert – heute Datteln, Paprika, Tomate.
Sehr freundliche Atmosphäre, aufgeschlossen, interessiert.
Manche erzählen kleine Info-Häppchen über sich, angeregt durch z.B. kleine Inputs wie Symbolwürfel.
Genuss für alle Sinne: schön angerichtete Speisen sehe, Düfte schnuppern, Imbiss schmecken, mit Tee oder aromatisiertem Wasser.

Ella, 73 Jahre

Heute war ein toller Tag mit Leute aus verschiedenen Ländern. Tolles Essen. Sehr leckerer Salat.
Es war wirklich interessant für mich heute dabei zu sein. In unserer Kultur gibt es auch bei den Afghanen unterschiedliche Speisen.
Afghanisches Essen ist auf der ganzen Welt sehr berühmt, darunter auch Gabili Polo.

Shikay Hashimi aus Afghanistan

Die gute Tasse Kaffee

Die Marokkanerin kniete vor dem Feuer und schwenkte die kleine Kupferkanne, während der feinporige Mokkaschaum in kleinen Blasen hin und her und im Kreis schwankte, ohne über den Rand zu schwappen.
Es dampfte und duftete verheißungsvoll.
Der alte bärtige Vater hockte neben ihr und schaute ihr zu. Geduldig wartete er, bis sie zu den kleinen Porzellantassen griff. Sie füllte zwei der Tassen zu je 2/3, löffelte reichlich Zucker hinein und reichte dem Vater eine Tasse. Andächtig nahm er und lächelte.
Dann begann er, den Mokka umzurühren, zu rühren, zu rühren.
Ich, als Beobachterin, wünschte mir in dem Moment nichts mehr als eine Tasse guten starken Kaffee, um meinen Kreislauf in den Griff zu bekommen. Nun aber war ich nur Beobachterin und dachte daran, wie gedankenlos und hastig ich meine Tasse Kaffee jedesmal herunterschlang, ohne das gute Produkt, die Arbeit der Erntenden, die Röstung und alles Folgende zu bedenken, bis ich zu meinem Pfund Kaffee kommen würde.
Später fand ich es anmaßend, nur nach preiswerten Sonderangeboten zu jagen! …

Elke

Thiago Tomate wächst im Hochland von Peru auf. Dort ist es warm und sonnig. Viele verschiedene Tomaten wachsen hier. Alle verstehen sich gut miteinander, obwohl sie unterschiedliche Farben, Formen und Größen haben.
Eines Tages wächst eine neue Tomate neben ihm. Sie sieht anders aus als alle anderen Tomaten, die er kennt.
Neugierig, wie Thiago ist, spricht er das Gewächs an: „Hallo, ich bin Thiago, eine Rio Grande und wer bist du?“
Paola Paprika guckt etwas erstaunt. Ihr ist schon aufgefallen, dass der Vogel sie im Tomatenfeld abgeworfen hat. Aber, dass diese rote ovale Tomate sie anspricht, damit hat sie nicht gerechnet.
„Hallo“ sagt sie schüchtern. „Ich bin eine Glockenpaprika und heiße Paola.“ Dabei wird sich noch ein bisschen röter, als sie eh schon ist.
Thiago fällt das gar nicht auf. Er ist begeistert von der neuen Nachbarin. „Paola“ sagt er ganz begeistert „schön, dass du da bist. Eine Glockenpaprika habe ich noch nie getroffen.“
Das freut Paola, denn sie hatte sich Sorgen gemacht, dass ihre Andersartigkeit negativ auffällt. Doch nicht bei Thiago. Er amüsiert sie: „Erzähl mir mehr von dir und deinesgleichen!“
Uns so fing Paola an zu erzählen …

Anne

Tomatenliebe oder Ode an die Tomate

Manchmal möchte ich mich in dir suhlen, in deiner Farbe wälzen und deine Fülle ausschlecken.
Wenn es in mir bricht, deine flüssige Mitte durch meinen Mund fließt oder sogar keck zwischen meinen Lippen heraustanzt, vielleicht auf das Revere meines Nachbarn oder die Nasenspitze meines Geliebten – dann feiere ich dich lachend.
Denn nicht nur dein Geschmack ist so mannigfaltig vollkommen, dein ganzes Wesen ist ein Blumenstrauß an Sinnlichkeit.
Du bist für mich das Leben
und ich würde mich am liebsten laut schmatzend in dich hineinsetzen, dich auskosten und deine Wohltat feiern, jeden Tag.
Und wenn du nicht gesehen wirst von mir
und beleidigt zu Ende gammelst,
mich bestrafst,
indem du dich mit jedem Molekül in meinem Brotkorb ausbreitest;
selbst dann lächle ich über deine Farbe im faden Weiß, für immer verewigt.
Du, meine Liebe, Tomate.

Julia

Tomatoes and papers are very crucial in our meals in zambia. They add colour tot he food and makes it more tasty.
We use as enough as possible and never get tire dor fade up of eating them.
Some love them cooked, others love them uncooked.
It´s just nice how they can be used in a full meal for different things, they are salads in some meals and they are just vegetables in other meals.
They have being on many and most tables where food is presented.
And for me, every memory of the best food I have had over the years, it included these very simple foods or ingredients – tomatoes and papers.
As a child growing up, whenever mom was cooking my task was to help her with cutting tomatoes and opinos as well as papers.

Clarence Mwanqala

Das Schöne an Tomaten ist, dass sie nicht nur in vielen Nuancen köstlich sind. Sie lassen sich auch einfach anbauen. Wir haben deswegen auf unserer Dachterrasse mit Südseite vor Jahren ein ehrgeiziges Anbauprogramm gestartet.
Zentnerweise Erde in Hochbeete verbaut, tolle alte Sorten besorgt, Hektoliter an Wasser für die Wässerung geschleppt und die Pflanzen monatelang gehegt und gepflegt.
Alles sah so toll aus und die Ernte sollte reichlich sein.
Allein der Wille, in den Sommerurlaub zu fahren, war stärker.
Unsere fantastische Tomatenernte fand statt, als wir irgendwo an der portugiesischen Küste weilten.
Wie grandios Berner Rose, Hallfrucht und Ochsenherz schmeckten, erfuhren wir von unseren Freunden, die unsere Ernte einfuhren.
Glücklicherweise kann man auf gut sortierten Wochenmärkten auch ausgefallene Sorten Tomaten kaufen.
Arbeit und Wasser, sparend in den Sommerurlaub fahren – meine Devise!

Nico

„tomato plants are too delicate“ my grandpa used to said.
They require an estructure where they can grow, a lot of wáter, but not so many and sun, but not so many.
Once upon a time I had one tomate plant …
It grows spontaneously in my garden out of the organic rests I threw there.
I took care of it and I celebrated every new leaf it had.
That plant only gave one tomato and then died.
But no tomato ever tasted as good as that one, even though it was still a little green, because of my rush for trying it.
No tomato ever tasted as good as that one, because the satisfaction of watching it grow even influenced his taste.
Because food doesn´t just taste like what it tzastes like, but like the story that accumpanies it.
Food isn´t just eaten , it is experienced.

Mar7/

Mit dem Deutschlandticket unterwegs nach UELZEN

24. Juni 2025   Claudia Berg
Deutschlandticket, Freizeit  

Landschaft, Kunst und Kopfsteinpflaster

Ein wenig altersschwach rattert der Metronom aus dem Hamburger Hauptbahnhof – mein Ziel: Uelzen.

Bis Lüneburg ist mir die Strecke vertraut, danach beginnt Neuland: viel Wald, Wiesen, kleine Dörfer. Namen wie „Bienenbüttel“ klingen nach Sommerferien und Honigbrot. Zwischen Bad Bevensen und Uelzen leuchten Mohnfelder, und bei so viel weiter Landschaft möchte ich am liebsten aussteigen und meine Staffelei aufstellen.

Nur eine Stunde von Hamburg entfernt

Vom Hamburger Hauptbahnhof aus ist Uelzen in rund einer Stunde erreichbar. Und gleich am Ziel wartet das erste Highlight: der Bahnhof selbst. Gestaltet von Friedensreich Hundertwasser anlässlich der Expo 2000 in Hannover, ist er ein begehbares Kunstwerk – bunt, organisch, verspielt. Architektur muss nicht rechtwinklig sein, das zeigt sich hier eindrucksvoll in geschwungenen Linien, bunten Mosaiken und goldenen Kugeln.
Mein Tipp: Das Untergeschoss mit seinen geschwungenen Formen nicht verpassen! Es führt nicht nur zum Busbahnhof, sondern auch am schnellsten in die Innenstadt.

Kunstpfad und Altstadtflair

Vom Bahnhof aus führt der Kunstpfad Weg der Steine in etwa zehn Minuten ins Zentrum – oder das, was nach einem Stadtbrand 1646 und den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg davon geblieben ist. Mit etwas Fantasie lässt sich der mittelalterliche Kern noch erkennen: Reste der alten Stadtbefestigung, historische Gebäude und Kopfsteinpflaster in den breiten Marktstraßen erzählen davon.

Wer mittwochs oder sonnabends kommt, erlebt den Vitalmarkt – einen Wochenmarkt mit frischen Produkten aus der Region, gemütlicher Atmosphäre und (für kleine Gäste) einer Hüpfburg.


Nach einem kurzen Stadtspaziergang und viel leerem Raum zwischen alten Häusern zieht es mich ungeplant weiter: Drei Stationen weiter Richtung Norden erwarten mich das intakte Fachwerk und die dichte Altstadt Lüneburgs – dazu mehr beim nächsten Mal.

Übrigens: Auf die Idee zu meinen Regionalbahn-Ausflügen hat mich eine Freundin gebracht, die mit dem Deutschlandticket regelmäßig nach Sylt fährt.
Mal sehen, ob ich das in diesem Sommer auch noch schaffe …

Von Geburtstagskarte bis Gummistiefel-Erinnerung – KI im Alltag

9. April 2025   Claudia Berg
Künstliche Intelligenz  

KI ist kein Hexenwerk – sondern ein richtig guter Helfer im Alltag. Und kann sogar Spaß machen. Einfach ausprobieren – und den besten Trick natürlich gern teilen!

Egal, ob du Hausaufgaben betreust, ein Geschenk suchst oder beim E-Mail-Schreiben verzweifelst: Hier kommen 10 nützliche (und teils auch absurde) Tipps, wie du KI einsetzen kannst – ganz ohne Programmierkenntnisse.

1. Der „Kein-Bock-auf-Mail“-Assistent
Morgens 100 E-Mails, aber du hast weder Nerven noch Worte? Lass dir von ChatGPT und Co. einfach eine höfliche Antwort vorschlagen. Einfach kurz reinschreiben, worum es geht – die KI erledigt den Rest. Und spart Zeit und Nerven.

2. Geburtstagskarten deluxe
Keine Lust mehr auf „Alles Gute zum Geburtstag und viel Gesundheit“? Lass eine Bild-KI eine individuelle Geburtstagskarte malen – mit Dackel im Astronautenanzug oder der Lieblingsblume in Pastell. Noch ein Spruch aus dem Chatbot dazu – und fertig.

3. KI als Lern-Buddy
Vokabeln pauken oder Mathe erklären lassen? KI kann richtig gut Nachhilfe geben – geduldig, verständlich und ohne Augenrollen. Sogar Gedichte in Reimform zu historischen Ereignissen sind möglich.

4. Der Koch aus dem Computer
Du hast nur noch eine schrumpelige Zucchini, einen Rest Reis und Senf im Kühlschrank? Frag eine Rezept-KI, was sich daraus zaubern lässt. Überraschend oft kommt etwas Leckeres raus
(Manchmal auch etwas sehr … Kreatives.).

5. Der höfliche Korrektur-Opa
Texte korrigieren, ohne dass man sich bloßgestellt fühlt? KI liest über deine Bewerbung, deinen Elternbrief oder deine Anzeige fürs Straßenfest – und gibt dir grammatikalische und stilistische Tipps. Ganz ohne Rotstift-Trauma.

6. Bürokratie mit Charme
Du musst einen formlosen Antrag schreiben oder ein offizielles Schreiben ans Amt formulieren? Die KI kann auch Beamtendeutsch. Oder sie übersetzt es gleich in „menschlich“ – je nach Bedarf.

7. Was zieh ich an? (Fragen wir die KI!)
Ein Date im Regen oder eine Motto-Party mit Dresscode „Modern Barock“? KI kann dir Outfits vorschlagen oder sogar fiktive Bilder davon erzeugen. Stylisch, absurd oder beides.

8. Der Kita-Zettel-Dolmetscher
Du hast einen Elternbrief in sieben Sprachen bekommen – aber keine Ahnung, worum es geht? Die KI übersetzt zuverlässig, erkennt sogar schlechte Scans und erklärt, ob du jetzt am Dienstag Gummistiefel oder ein Büfett mitbringen musst.

9. Die peinliche Erinnerung vermeiden
Du willst jemandem gratulieren, aber weißt nicht mehr, ob die Person letztes Jahr geheiratet oder sich getrennt hat? Frag die KI nach einer neutralen, netten Nachricht – sicher ist sicher!

10. Die KI-Philosophin für schlaflose Nächte
Du kannst nicht schlafen und dein Kopf denkt über „Was-wäre-wenns“ nach? Lass dir von der KI ein Gute-Nacht-Märchen schreiben, ein Haiku über deine Sorgen oder eine kleine Lebensweisheit im Stil von Oma Erna. Tröstet oft mehr, als man denkt.

Was fällt euch noch ein? Schreibt es uns unter info@middenmang-magazin.de!

Künstliche Intelligenz: Ethik und Automatisierung im (Un-)Gleichgewicht?

12. Juli 2024   Claudia Berg
Künstliche Intelligenz  

Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) bringt nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch erhebliche ethische Herausforderungen mit sich. Die Frage, wie wir diese mächtigen Technologien verantwortungsvoll einsetzen, ist dringlicher denn je.

Ein zentrales Anliegen ist der Datenschutz. KI-Systeme sammeln und analysieren riesige Mengen an Daten, was das Risiko von Missbrauch und unbefugtem Zugriff erhöht. Es ist entscheidend, dass strenge Datenschutzrichtlinien und transparente Verfahren etabliert werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.

Ein weiteres ethisches Dilemma betrifft die Verzerrung und Diskriminierung in KI-Algorithmen. Oft spiegeln die von KI-Systemen getroffenen Entscheidungen unbewusste Vorurteile wider, die in den Trainingsdaten vorhanden sind. Dies kann zu diskriminierenden Praktiken führen, sei es bei der Kreditvergabe, der Bewerbungsauswahl oder in der Strafjustiz. Es ist daher notwendig, KI-Systeme sorgfältig zu überwachen und zu testen, um sicherzustellen, dass sie fair und unparteiisch arbeiten.

Die Arbeitsplatzsicherheit ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Mit der zunehmenden Automatisierung durch KI besteht die Sorge, dass viele Arbeitsplätze überflüssig werden könnten. Es ist wichtig, Strategien zu entwickeln, die den Übergang für betroffene Arbeitnehmer erleichtern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.

Die tiefgreifendsten ethischen Fragen schließlich wirft die Entwicklung von autonomen Systemen, wie selbstfahrenden Autos oder militärischen Drohnen auf.:
Wer trägt die Verantwortung, wenn ein autonomes System einen Fehler macht?
Wie stellen wir sicher, dass solche Technologien im Einklang mit menschlichen Werten und Normen entwickelt und eingesetzt werden?

Video-KI: Wie aus einem Bild und einem Text ein Video wird

3. Juni 2024   Claudia Berg
Künstliche Intelligenz  

Aus einem Bild und einem Text ein Video machen? Das geht zum Beispiel mit D-ID – wie das Ergebnis aussehen kann, seht ihr weiter unten (Die abgebildetes Person ist übrigens mit der KI „Midjourney“ erstellt worden).

So geht‘s: registrieren, Bild und Format auswählen

Im D-ID Creative Reality Studio könnt ihr ganz leicht einzigartige Videos aus einem hochgeladenen Bild und einem Text erstellen. Das geht so: Registriert euch als erstes. Danach ladet ihr im Studio ein Bild hoch (zum Beispiel von euch selbst), das ihr animieren möchtet – idealerweise ein Frontalfoto mit guter Beleuchtung und nicht zu unruhigem Hintergrund. Anschließend könnt ihr eine Layout-Vorlage auswählen, wie etwa soziale Medien oder Präsentationen.

Texteingabe und Sprachauswahl

Gebt den Text ein, den euer Avatar sprechen soll. Es sind viele verschiedenen Sprachen verfügbar, hier wählt ihr eure Zielsprache aus. In meinem Beispiel ist das deutsch. Dann entscheidet ihr euch für eine Stimme – ihr könnt unter vielen verschiedenen Sprechern wählen, hört sie euch ruhig alle an, manche klingen natürlicher als andere und vielleicht wollt ihr ja auch eine e Stimmfarbe hören? Ihr könnt auch eigene Audioaufnahmen hochladen, wenn ihr z. B. möchtet, dass der Avatar mit eurer Stimme spricht. Nachdem ihr die Sprache und die Stimme des Avatars gewählt habt, könnt ihr sogar den Gesichtsausdruck anpassen und Textüberlagerungen hinzufügen. Sobald alles fertig ist, klickt ihr auf „Video generieren“. Euer fertiges Video könnt ihr dann direkt herunterladen oder auf sozialen Netzwerken teilen​

Was kostet das?

Die Basisversion der Plattform ist kostenlos verfügbar, allerdings enthalten die Videos ein Wasserzeichen – das soll euch beim Experimentieren aber nicht stören und wirkt doch fast wie eine Tapete, oder?

Ihr könnt direkt loslegen und experimentieren – ideal für alle, die schnell und kostengünstig eine Video-KI ausprobieren möchten.

Hier geht‘s zu D-ID

Noch mehr über KI erfahren? Hier geht es zu den anderen Beiträgen.

Und noch ein Hinweis zum bewussten Umgang mit dieser Technologie: Das Erstellen von Videos mit künstlicher Intelligenz birgt auch potentielle Risiken. Zum einen besteht die Gefahr des Missbrauchs von generierten Inhalten. Nutzer:innen könnten z. B. unerlaubt Bilder von Personen verwenden, um Videos zu erstellen, die dann in irreführenden oder schädigenden Kontexten eingesetzt werden oder auch zur Desinformation beitragen können.

Stadtteilkulturpreis 2024: Ausgezeichnete Stadtteilkulturarbeit

22. Mai 2024   Claudia Berg
Aus dem Stadtteil, Hamburg, Stadtteilkultur  

Am 16. Mai 2024 wurde zum 21. Mal der HAMBURGER STADTTEILKULTURPREIS verliehen: Das Projekt „Female* Voices – Was uns zum Leuchten bringt“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg wurde in feierlichem Rahmen in der Halle 424 mit dem größten Preis der Stadtteilkultur ausgezeichnet. Mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis werden wegweisende Projekte und Programme der lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Dieses Jahr wurde zum ersten Mal zusätzlich der Publikumspreis der Stadtteilkultur vergeben.

Female* Voices ist ein Empowermentprojekt, das mit musikalischen Mitteln von Diskriminierung betroffene FLINTA* miteinander vernetzt und auf die Bühne bringt. Das Ensemble schafft durch die Auftritte ein öffentliches Bewusstsein gegen Ausgrenzung, rechte Strukturen und setzt ein Zeichen für Empowerment und queeren Feminismus. 

In der Begründung für die Entscheidung heißt es: „Das Projekt Female* Voices wird von der Jury als besonders preiswürdig angesehen, da es Frauen* mit vielfältigen Lebensrealitäten auf den Elbinseln durch Musik zusammenbringt und ihre Anliegen mit gemeinsamen Stimmen sichtbar macht. Frauen* aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Milieus kommen miteinander in Kontakt und haben die Möglichkeit, sich musikalisch weiterzuentwickeln und zu professionalisieren. Female* Voices trägt die Forderungen der Frauen* über die Grenzen des Stadtteils hinaus auf die Bühnen. Das Projekt lädt zum Mitmachen ein, ist energiegeladen und freudvoll, stärkt die Teilnehmenden nachhaltig und fördert transkulturelle Begegnungen. Es ermöglicht den Teilnehmer*innen, ihr eigenes Lebensumfeld mitzugestalten, ihre Stimme zu erheben und sichtbar zu sein. Es nutzt das vorhandene Potenzial der Solidarität und Diversität in der Projektgruppe, um mit kreativen Mitteln ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen gegen Ausgrenzung und rechte Strukturen, für Empowerment und Feminismus. Die Jury schätzt auch die Arbeit im Hintergrund, den Aufbau von nachhaltigen Strukturen, und betont, dass das, was auf den Straßen und in den Sälen der Elbinsel sichtbar ist, nur ein Teil der Leistung ist.

Verleihung des Stadtteilkulturpreises 2024. V. l. n. r.: Prof. Dr. Julius Heinecke (Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim), Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien), Filiz Gülsular (Projektleitung, Chorleitung von Female*Voices), Katharina Gildenstern (Co-Chorleitung), Nuroi Tezel (Percussion/Gesang).

Mit der Auszeichnung würdigt die Jury besonders die hohe konzeptionelle und künstlerische Qualität des Projekts sowie dessen Beitrag zur Diversität gesellschaftlicher Gruppen und zur Sichtbarkeit feministischer Perspektiven in der Kultur.“

Gestiftet und unterstützt wird der Stadtteilkulturpreis von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Gabriele Fink Stiftung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der

Dachverband für lokale Kultur und kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Von Anfang November 2023 bis Anfang Januar 2024 konnten sich kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. In diesem Jahr wurden gut 40 Kulturprojekte und ­programme eingereicht. 

Als Finalist*innen nominierten die Preisstifter*innen neben dem jetzt ausgezeichneten Female* Voices weitere neun herausragende Projekte und Programme der Stadtteilkultur (in alphabetischer Reihenfolge): 

  • Der erste Brakula Weihnachtszauber des Bramfelder Kulturladens e.V.
  • Das Stadtteilfestival Crossdorf der Nysen GbR
  • Das Geschichtsprojekt Erinnere unsere Geschichte – Jüdisches Leben in Wandsbek vom Kulturzentrum Wandsbek e.V.
  • Das Kunst- und Forschungsfestival KLIMASTRÖME – das Fest der Elbe des studio playces
  • Die Gemeinschaftsausstellung Orte der Zwangsarbeit in Hamburg der Geschichtswerkstätten Hamburg e.V.
  • Das inklusive Kursprogramm STIM vom Lukulule e.V.
  • Das Beteiligungsprojekt Der Tansania Park in Jenfeld – Postkolonialismus im Stadtteil vom Salon International e.V.
  • Das Musikprojekt Ukulele am Start vom KulturKlinker Barmbek e.V.
  • Die WERKSTATT im Gröninger Hof der Genossenschaft Gröninger Hof eG 

Der mit 10.000 Euro dotierte Hamburger Stadtteilkulturpreis wurde am Donnerstag, den 16. Mai 2024 vom Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda in der Halle 424 im Oberhafen in feierlichem Rahmen übergeben. Bei der Preisverleihung hielt der ehemalige Geschäftsführer der KUNSTKLINIK Klaus Kolb die Laudatio. Zusammen mit Prof. Dr. Julius Heinicke vom Institut für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim und der ehemaligen Referentin des Bundesverband Soziokultur Jennifer Tharr hatte er die Preisträger*innen aus der Vorauswahl der Preisstifter*innen ermittelt. 

Die Autorin und Slam-Poetin Mona Harry führte durch die Veranstaltung und ein Kurzfilm des Filmemachers Martin D’Costa stellte das Gewinnerprojekt des Stadtteilkulturpreises vor.

Erste Verleihung des Publikumspreises

Dieses Jahr wurde zum ersten Mal der Publikumspreis der Stadtteilkultur zusätzlich zum Preis der Jury vergeben. Der neue Preis ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. Drei Wochen lang konnte das Publikum über das Internet für seine*n Favorit*in abstimmen. Zur Wahl standen die zehn Finalist*innen des Stadtteilkulturpreises. Der Preis wurde auf der Verleihung von der Geschäftsführerin von STADTKULTUR, Corinne Eichner, an das Geschichtsprojekt „Erinnere unsere Geschichte – Jüdisches Leben in Wandsbek“ vom Kulturschloss Wandsbek übergeben. Im Projekt hat das Wandsbeker Stadtteilkulturzentrum eine Online-Karte über jüdische Geschichte im Stadtteil erstellt. Das Projekt regt die Nachbarschaft an, sich mit der eigenen Stadtteilgeschichte zu beschäftigen und sich somit ihr eigenes Umfeld auf eine neue Weise anzueignen.

Die Hamburger Stadtteilkultur und ihre Projekte stehen für Teilhabe der Bürger*innen und

Mitgestaltung der Stadtgesellschaft. Stadtteilkultur fördert Nachwuchs und Bildungsgerechtigkeit.

Stadtteilkultur bietet Freiräume und schafft lokale Identitäten. Stadtteilkultur berührt und begeistert, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist. Sie spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unserer Stadt.

Für Nachfragen und Bilderanfragen:

STADTKULTUR HAMBURG
Heiko Gerken · Große Bergstraße 264 · 22767 Hamburg
040/879 76 46-16 · gerken@stadtkultur-hh.de · www.stadtteilkulturpreis.de

Generative Bild-KI: Zukunftsbilder?

15. Mai 2024   Claudia Berg
Künstliche Intelligenz  

Was kann generative Bild-KI? Und was ist das überhaupt?

Diese Technologie ermöglicht es Computern, Bilder zu generieren, die so realistisch sind, dass sie oft nicht von Fotos (oder auch Gemälden, Illustrationen …), die von Menschen gemacht wurden, zu unterscheiden sind. Wie funktioniert diese Technologie, und wo wird sie eingesetzt?

Was ist generative Bild-KI?

Generative Bild-KI basiert auf einem bestimmten Typ von Algorithmen, sogenannten GANs (generative adversative Netzwerke). Den Typ musst du die nicht merken können, aber vielleicht die Idee dahinter: Ein GAN besteht aus zwei Teilen – einem Generator und einem Diskriminator. Der Generator erstellt Bilder, der Diskriminator bewertet sie. Dabei vergleicht er die generierten Bilder mit einer Datenbank echter Bilder und gibt dem Generator Feedback, wie realistisch sie sind. Dieser Prozess wiederholt sich fortlaufend, wobei der Generator lernt, immer überzeugendere Bilder zu erstellen.

Generative Bild-KI im Alltag

Und wofür kann ich das nutzen?

  1. Kunst und Design: Künstler und Designer nutzen Bildgeneratoren, um einzigartige Werke zu schaffen. Diese können von abstrakter Kunst bis hin zu realistischen Landschaftsbildern reichen.
  2. Modeindustrie: In der Modebranche werden generierte Bilder eingesetzt, um neue Kleidungsstücke in verschiedenen Stilen und Farben zu visualisieren, bevor sie produziert werden.
  3. Werbung: Unternehmen verwenden diese Technologie, um Werbematerialien zu erstellen, die spezifisch auf die Bedürfnisse und Vorlieben ihrer Zielgruppe zugeschnitten sind.
  4. Bildung und Training: In Bildungsprogrammen helfen generierte Bilder, komplexe wissenschaftliche Konzepte oder historische Ereignisse visuell zu vermitteln.

Und so wird KI bereits konkret eingesetzt (auch in Barmbek ;))

Marketing: Generierung von Postkarten- und Plakatmotiven

Illustration: Bilder zu Gedichten

Überblick über Bildgeneratoren und Kosten

Es gibt zahlreiche Tools und Plattformen, die generative Bild-KI anbieten. Hier eine Auswahl:

  1. DALL-E: Entwickelt von OpenAI, ist DALL-E bekannt für die Erzeugung kreativer und hochqualitativer Bilder basierend auf textuellen Beschreibungen. Die Kosten variieren je nach Nutzungsumfang und Zugriff auf erweiterte Funktionen. DALL-E 2 ist kostenlos verfügbar, https://openai.com/index/dall-e-2/. DALL-E 3 steht OpenAI-Plus-Nutzer:innen zur Verfügung und ist in ChatGPT integriert.
  2. Artbreeder: Hier gibt es (unter anderem) eine witzige Funktion, mit der zwei Bilder zu einem neuen Gemischt werden können. Artbreeder bietet sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Abonnementoptionen. https://artbreeder.com
  3. DeepDream: Ein von einem Google-Mitarbeiter entwickeltes Programm, kostenlos nutzbar. https://deepdreamgenerator.com
  4. Midjourney: Mit diesem Tool wurde das Titelbild erstellt. Bezahlabo, wenn man nicht auf Privatsphäre verzichten möchte. Etwas umständlich, weil die Bildgenerierung über Discord läuft. https://www.midjourney.com
Artbreeder im Einsatz

Fazit

Generative Bild-KI ist eine faszinierende Technologie, die inzwischen in verschiedenen Bereichen von Kunst und Design bis hin zu Werbung und Bildung eingesetzt wird. Sie bietet sowohl Kreativen als auch Unternehmen neue Möglichkeiten, visuelle Inhalte zu erstellen und zu personalisieren. Die Kosten für die Nutzung dieser Technologie variieren je nach Anbieter und Nutzungsumfang, aber viele Tools bieten kostenlose Einstiegsmöglichkeiten an, die es jedem ermöglichen, die Grundlagen zu erkunden. Und es geht weiter …

Oster-Ausmalbild

27. März 2024   Claudia Berg
Ostern  

Gerade noch rechtzeitig zu Ostern: Ladet euch unser neues Ausmalbild herunter, druckt es aus und malt drauflos!
Übrigens: Das Ausmalen von Bildern kann auch Erwachsenen gefallen und entspannt ungemein 🙂

Malvorlage hier downloaden

Kannst du KI?

26. März 2024   Claudia Berg
Künstliche Intelligenz  

Kleiner Überblick über den aktuellen Stand im Bereich der künstlichen Intelligenz mit vielen Tipps und Tricks auch für diejenigen, die sich damit schon beschäftigen.

Was bedeutet das eigentlich genau, „künstliche Intelligenz“? Und was unterscheidet künstliche von menschlicher Intelligenz?

Um Probleme zu lösen, setzen Menschen neben ihrem Wissen und ihrer Erfahrung auch Intuition und Kreativität ein. Beides fehlt der künstlichen Intelligenz – ihre Lösungen basieren auf vordefinierten Algorithmen und Daten. Menschen lernen aus Erfahrungen, KI-Systeme werden mit Hilfe von Unmengen an Daten trainiert, aus denen sie Informationen extrahieren und durch wiederholtes Training lernen. Diesen Prozess nennen wir maschinelles Lernen, er ermöglicht den Maschinen, auf Basis von Algorithmen Muster zu erkennen und aus Daten zu lernen.

Und was war nochmal ein Algorithmus?

Diesen müsst ihr euch wie eine detaillierte Handlungsanweisung vorstellen, in der genau beschrieben wird, welche Schritte in welcher Struktur und Reihenfolge ausgeführt werden sollen. Der Algorithmus ist unabhängig von Programmiersprachen und ist deshalb keine Programmierung – erst die Umsetzung dieser „Anleitung“ in eine Programmiersprache ist es.

Und was fange ich damit an? Wobei kann KI mir helfen?

In den folgenden Artikeln wollen wir uns näher mit Künstlicher Intelligenz in den Bereichen Text, Bild, Audio und Video beschäftigen – dabei wird es nicht nur Tools und Möglichkeiten gehen, sondern auch um die Herausforderungen, die damit einhergehen.
Fangen wir mal mit dem Texten an 😉

Wie KIs Texte zaubern

KI-Textgeneratoren, zum Beispiel ChatGPT von OpenAI, sind echte Multitalente im Texten. Sie lernen aus einer enormen Menge an Texten – stellt euch vor, ihr würdet eine KI mit Abermillionen an Büchern, Zeitungs-Artikeln und Websites „füttern“ – die KI hätte dann all dieses Wissen zur Verfügung und könnte auf dessen Basis neue Texte verfassen. Vereinfacht gesagt funktioniert es so.

Für euch ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit KI-Textgeneratoren der Prompt. Ein Prompt ist im Grunde genommen ein Textbefehl oder eine Eingabeaufforderung, die man der KI gibt. Du sagst, was du bekommen möchtest. Und es ist wie eigentlich immer im Leben – die Qualität der Frage (hier: des Prompts) entscheidet darüber, wie gut oder passend die Antwort (der KI) ausfällt.

Beim Prompten zu guten Ergebnissen kommen

Sei spezifisch: Wenn du nach spezifischen Informationen suchst, formuliere deinen Prompt so genau wie möglich.

Verwende klare Anweisungen: Wenn du möchtest, dass die KI eine bestimmte Aufgabe ausführt (z.B. ein Gedicht schreiben oder eine E-Mail formulieren oder …), dann beschreibe deutlich, was du erwartest.

Kontext nutzen: Gib so viel relevanten Kontext wie nötig, um deine Anfrage zu verdeutlichen. Das hilft der KI, deine Anfrage besser zu verstehen und relevantere Antworten zu liefern.

Experimentieren: Experimentiere mit verschiedenen Formulierungen. Manchmal führen leichte Änderungen im Prompt zu deutlich besseren Ergebnissen.

Wer mit KI eigene Texte erstellen möchte, kann das auf verschiedenen Plattformen tun. In der Regel bieten alle KI-Anbieter die Möglichkeit, sich kostenlos zu registrieren und die KI (manchmal im eingeschränkten Umfang) auszuprobieren.

Und was fange ich jetzt konkret damit an?

Kreatives Schreiben: Von Gedichten über Geschichten bis hin zu Drehbüchern – die KI kann dir helfen, kreative Texte zu generieren oder Ideen zu entwickeln. Du musst keinen Text 1:1 übernehmen – aber manchmal kommt die KI auf Ideen, die einem selbst nicht in den Kopf kommen 😉

Inhaltserstellung: Ob Blog-Posts, Artikel oder Social-Media-Inhalte, generative KI kann beim Entwerfen und Verfassen von Inhalten unterstützen.

Lernen und Bildung: Du möchtest eine Fremdsprache oder Kochen lernen? Nutze die KI, um Lernmaterialien zu generieren, Übungsaufgaben zu erstellen oder komplexe Themen zu erklären.

Zum Beispiel hier kannst du dich registrieren und generative Text-KI testen:

https://chat.openai.com und https://gemini.google.com

Sprachübersetzung: Schnelle Übersetzungen von Texten oder Hilfe beim Erlernen neuer Sprachen.
Gut schneidet hier https://deepl.com ab – eins der wenigen deutschen KI-Unternehmen. Datenschutz garantiert.

Auch middenmang hat schon über künstliche Intelligenz berichtet: zum Beispiel hier.

Das Titelbild ist übrigens auch von einer KI erzeugt worden – wie das geht, schreibe ich im nächsten Artikel.

Ein Ort zum Kommen, Bleiben und Gehen

2. Juni 2023   Claudia Berg
Aus dem Stadtteil  

Text: Ina Vogt, Fotos: Andreas Schmidt-Wiethoff

Wissen Sie, was ein Hospiz ist? 

Hospize sind pflegerische Einrichtungen für schwerkranke Menschen mit einer unheilbaren Krankheit und einer begrenzten Lebenserwartung. Wenn die Versorgung zu Hause oder im Krankenhaus nicht mehr möglich ist, ist ein Hospizeine wunderbare Option. Dort steht der erkrankte Mensch im Mittelpunkt. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Der Aufenthalt in einem Hospiz wird von einem Arzt verordnet, und die Kosten für den Aufenthalt werden von der Kranken- oder Pflegekasse übernommen.

Wussten Sie, dass es in Barmbek ein Hospiz gibt?

Ende der 90er-Jahre wurde das Hospiz Sinus als erstes stationäres Hospiz in Hamburg in einer Etagenwohnung in der Margarethenstraße in Eimsbüttel gegründet. Der Bedarf war so groß, dass man mehr Platz benötigte. Mittlerweile hat das Hospiz Sinus einen Standort in Barmbek und einen inOthmarschen. Das Haus in Barmbek wurde 2010 in der Saarlandstraße 26 eingeweiht und ist ein Ort, an demMenschen sich auf ihren Abschied vorbereiten können: mit Rückzugsmöglichkeiten, Raum und Zeit für Gespräche,gemeinsame Erlebnisse und einer guten medizinischen und menschlichen Versorgung. 

Das Hospiz Sinus Barmbek hat 16 Einzelzimmer mit Telefon, Fernseher und WLAN, Wohnküchen, einen Gemeinschaftsraum und einen gemütlichen Garten. Es gibt eine Tiefgarage für Besuchende und viele Aktivitäten im Haus (z. B. Konzerte, Grillabende, Feste). Neben speziell ausgebildeten Pflegefachkräften vervollständigenSozialpädagoginnen sowie Verwaltungs- und Hauswirtschaftskräfte das Team. Das Hospiz Sinus ist offen für alle Nationalitäten und arbeitet überkonfessionell. 

Soweit die Fakten. Was hat es sonst so auf sich mit einem Hospiz?

Im Hospiz wohnen Gäste. Hier gibt es keine Patienten, Bewohner oder Kunden, sondern Gäste. Weil die Menschen,die zu uns kommen, eine Weile bleiben und dann gehen. Für diese vorübergehende Beherbergung ist das Hospiz ihr Wohn- und Lebensort, an dem sie medizinisch, gastorientiert und selbstbestimmt versorgt werden.

In dieser besonderen Situation, in der sich alle Beteiligten befinden, gibt es enormen Gesprächsbedarf. Die Sozialpädagoginnen des Hospizes haben immer ein offenes Ohr für die Gäste – und auch für die Angehörigen. Denn manchmal fällt es leichter, mit Menschen zu reden, mit denen man nicht verwandt ist. Für die emotionale Unterstützung gibt es zusätzlich ehrenamtliche Mitarbeitende, die Gäste besuchen oder Angehörige begleiten. 

Besuche von Familienmitgliedern und Freunden sind übrigens jederzeit möglich und absolut willkommen! Angehörige können auch im Haus übernachten. Und selbstverständlich gibt es nach dem Abschied im Rahmen von Trauergruppen oder Trauercafés die Möglichkeit, sich auszutauschen. Außerdem werden im Hospiz Wünsche erfüllt. Sei es ein Spiegelei mitten in der Nacht, ein Ausflug ans Meer oder eine Hochzeit – alles ist möglich.

Denn Hospize sind Orte des Lebens. Im Hospiz Sinus Barmbek kann man bis zuletzt in Würde leben und sterben.