In Hamburg und Drumherum – 15 kostenlose Aktivitäten

24. September 2026   Kirsten Michalski
Familie, Freizeit, Hamburg, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

In Hamburg gibt es so viele tolle Aktivitäten für Familien und es muss nicht immer teuer sein. Hier kommen 15 Ideen, wie ihr kostenfrei mit euren Kids drinnen und draussen eine gute Zeit haben könnt.

🐾 Im Museum der Zoologie nahe der Hamburger Uni kann man sich kostenlos Tiere anschauen und dabei Spannendes über die Tierwelt lernen.

🏙️ Vom Grünen Bunker hat man den besten Blick auf die Stadt. Kinderwagen dürfen nicht mit hoch, aber der Aufstieg ist auch für Kleine gut zu machen.

🌳 Ein Ausflug ins Wildgehege Klövensteen lohnt sich, um Tiere in der Natur zu beobachten oder den tollen Spielplatz zu erkunden.

🎨 Im Spielhaus Eimsbüttel (oder den vielen anderen Spielhäusern in Hamburg) können Kinder klettern, spielen, basteln und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

✈️ Am Flughafen gibt es nicht nur Flugzeuge, sondern auch die ein oder andere Spielecke (im öffentlichen Gastro-Bereich in den Terminals 1 und 2) für eine kleine Pause. Und das Beste: Man kann direkt mit der Bahn reinfahren.

🌿 Im neuen Naturraum der Loki Schmidt Stiftung in der HafenCity lernen Kinder ab etwa 4 Jahren man spielerisch die Hamburger Stadtnatur kennen.

🚂 Im Lokschuppen Aumühle kann man alte Eisenbahnen anschauen und sogar in die ein oder andere einsteigen.

🌳 Das Wälderhaus im Wilhelmsburger Inselpark lädt dazu ein, mehr über Wald und Wiese zu erfahren.

🏖️ Buddeln und die Hafenterminals bestaunen geht direkt am Elbstrand. Kaffee und heissen Kakao kann man sich dazu im Ahoi Strandkiosk oder bei der Strandperle abholen.

🐄 Im und um das Haus der Wilden Weiden am Höltigbaum in Rahlstedt gibt es Mitmachstationen zum Spielen und Lernen.

🐔 An der Mottenburger Hühnertwiete in Ottensen gibt es nicht nur einen tollen Spielplatz, sondern auch Hühner, die gefüttert werden können.

🍯 Im Bienengarten Ahrensburg entdeckt man unter anderem wie Honig entsteht.

🏡 Im Museumsdorf Volksdorf erlebt man Hamburg vor 100 Jahren.

📚 In den Bücherhalle gibt es nicht nur Bücher, sondern auch ein umfangreiches Programm von Spielen, Kinderkino bis Basteln und mehr. Ausserdem kann man in der Bibliothek der Dinge auch praktische Alltagsgegenstände ausleihen.

🐐 Das Tierhaus Steilshoop am Hof Bullerbü hat drinnen und draussen eine kleine Auswahl Tiere und immer wieder auch spannende Familien-Veranstaltungen.

Noch mehr Idee für Aktivitäten mit Familien findet ihr in unserer Rubrik „In Hamburg und Drumherum“.

In Hamburg und Drumherum: 5 Herbst-Ausflüge für Familien

24. August 2026   Kirsten Michalski
Familie, Freizeit, Hamburg, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

Ist es noch Spätsommer oder eigentlich schon Herbst? Eigentlich ist das auch egal, denn bei uns wird es heute bunt, wild und kostenlos mit unseren fünf Ausflugszielen, die ihr im September und Oktober nicht verpassen solltet.

Wildgehege Klövensteen – Tiere gucken und im Wald toben

    Das Wildgehege Klövensteen ist ein echter Familienklassiker – und das völlig zu Recht. Auf einem Spaziergang durch den Wald lassen sich unter anderem Rot- und Damwild, Wildschweine und verschiedene kleinere Tiere beobachten. Gerade im Herbst ist der Ausflug besonders schön, wenn der Wald bunt wird und überall Kastanien und Eicheln zu finden sind. Der Eintritt ins Wildgehege ist kostenlos. Und wer nach dem Tieregucken noch Energie hat, kann sich auf dem Natur- und Waldspielplatz austoben.

    Märchenwanderweg „Der Trickser“ in Jesteburg – einmal durch den Zauberwald

      Hier wird der Wald zum Märchenbuch: Auf dem rund 3 Kilometer langen Rundweg „Der Trickser“ geht es durch einen wunderschönen Mischwald, vorbei an alten Fischteichen und zahlreichen kleinen Überraschungen. Unterwegs warten Abenteuer- und Kletterstationen auf die Kinder. Die Geschichte rund um Elfen, Zwerge und Kobolde macht den Spaziergang zusätzlich spannend. Gerade im Herbst, wenn das Laub bunt ist und der Wald ein bisschen verwunschen wirkt, ist der Märchenwanderweg ein tolles Ausflugsziel. Der Weg ist kostenlos und ganzjährig begehbar.

      Haus der Wilden Weiden am Höltigbaum – Naturerlebnis mitten in Hamburg

        Wer denkt, Naturerlebnis müsse weit vor den Toren Hamburgs stattfinden, war vermutlich noch nicht am Höltigbaum. Rund um das Haus der Wilden Weiden erstreckt sich eine beeindruckende Landschaft, in der Galloway-Rinder, Ziegen und Schafe als tierische Landschaftspfleger unterwegs sind. Im Haus selbst gibt es eine Ausstellung über die Natur und Tierwelt des Naturschutzgebiets. Besonders schön für Familien ist der Naturerlebnispfad mit verschiedenen Mitmach-Stationen. Der Eintritt ins Haus ist kostenlos. Gerade im Herbst, wenn die Landschaft in warmen Farben leuchtet und die Tiere auf den Weiden stehen, hat der Höltigbaum seinen ganz eigenen Charme.

        Museumsdorf Volksdorf – eine kleine Zeitreise

          Ein Ausflug ins Museumsdorf Volksdorf fühlt sich ein bisschen wie eine Zeitreise an. Auf dem Gelände stehen historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude, dazu gibt es alte Gerätschaften und Tiere zu entdecken. Für Kinder ist es spannend, sich vorzustellen, wie Familien früher auf einem Bauernhof gelebt und gearbeitet haben. Das Gelände selbst kann kostenlos besucht werden. Wer die historischen Gebäude auch von innen kennenlernen möchte, kann an einer Führung teilnehmen, die allerdings kostenpflichtig ist. Nach dem Rundgang lässt sich der Besuch wunderbar mit einem Spaziergang durch Volksdorf verbinden.

          Wedeler Marsch und NABU-Vogelstation – Natur entdecken und Vögel beobachten

            Für den fünften Tipp geht es ein Stück nordwestlich aus Hamburg heraus: in die Wedeler Marsch. Die weite Landschaft an der Elbe ist gerade im Herbst ein tolles Ziel für Familien, die gerne draußen unterwegs sind. Ein besonderes Ziel ist die NABU-Vogelstation in der Kleientnahmestelle Fährmannssand. Mit etwas Glück lassen sich dort unter anderem Reiher, Enten, Kiebitze, Austernfischer oder Bekassinen beobachten. Ein Fernglas macht den Ausflug natürlich noch spannender. So wird aus einem einfachen Herbstspaziergang schnell eine kleine Naturforscher-Mission.

            Tipp: Bei allen fünf Ausflügen lohnt es sich, wetterfeste Kleidung und ein kleines Picknick einzupacken – dann kann man auch bei typisch norddeutschem Herbstwetter entspannt unterwegs sein.

            Ihr sucht mehr Ausflugstipps, dann schaut doch mal hier.

            Immer auf dem Laufenden über Veranstaltungen in Hamburg, seid ihr in diesem WhatsApp Channel von Hamburg with Kids.

            Schulbegleitung in Hamburg: Was sich jetzt ändern soll – einfach erklärt

            20. Juli 2026   Kirsten Michalski
            Familie, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

            In Hamburg wird derzeit viel über das Thema Schulbegleitung diskutiert. Elternverbände und Sozialorganisationen schlagen Alarm, während die Schulbehörde von einer Weiterentwicklung des bestehenden Systems spricht. Doch worum geht es eigentlich? Wir wollen hier kurz und einfach erklären, wieso das Thema grade so umstritten ist.

            Was ist eine Schulbegleitung?

            Eine Schulbegleitung unterstützt Kinder, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung Hilfe im Schulalltag benötigen. Ziel ist es, ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen. Je nach Bedarf kann eine Schulbegleitung zum Beispiel:

            • bei der Orientierung im Schulgebäude helfen,
            • den Schulalltag strukturieren,
            • in belastenden Situationen unterstützen,
            • bei der Kommunikation helfen,
            • soziale Kontakte begleiten oder
            • bei körperlichen Einschränkungen praktische Hilfe leisten.

            Wichtig ist: Eine Schulbegleitung übernimmt nicht den Unterricht. Sie unterstützt das Kind dabei, möglichst selbstständig am Schulleben teilzunehmen.

            Was soll sich in Hamburg ändern?

            Die Hamburger Schulbehörde plant, die Organisation der Schulbegleitung zu verändern. Nach Angaben der Behörde soll die Unterstützung künftig „passgenauer eingesetzt“ und „besser koordiniert“ werden. Außerdem sollen verschiedene Unterstützungsangebote stärker miteinander verzahnt werden. Die Behörde betont, dass die Schulbegleitung nicht abgeschafft werde. Vielmehr gehe es darum, die vorhandenen Ressourcen gezielter einzusetzen und die Qualität des Angebots langfristig zu sichern.

            Aber warum gibt es daran Kritik?

            Elternverbände, Sozialverbände und Gewerkschaften befürchten, dass Kinder künftig weniger individuelle Unterstützung erhalten könnten. Besonders kritisch sehen sie, dass in einigen Fällen auch Freiwilligendienstleistende oder weniger qualifizierte Kräfte eingesetzt werden könnten, wo bislang pädagogische Fachkräfte tätig waren.

            Außerdem besteht die Sorge, dass der Zugang zur Schulbegleitung schwieriger werden oder der Umfang der Unterstützung sinken könnte.

            Die Schulbehörde weist diese Vorwürfe zurück und betont, dass sich die Hilfe weiterhin am Bedarf der einzelnen Kinder orientieren soll.

            Was bedeutet das für Familien?

            Für Familien, deren Kinder bereits eine Schulbegleitung haben oder künftig benötigen könnten, sorgt die Diskussion vor allem für Verunsicherung, denn es scheinen inzwischen immer mehr Bestätigungen vorzuliegen von Familien und Schulen, dass zuvor als notwendig erachtete Stunden nicht mehr bewilligt worden sind. Besonders kritisiert wird, dass diese Kürzungen ohne individuelle Begründungen erfolgen, obwohl die Schulbehörde angibt, dass sich Kriterien nicht verändert haben.

            Eltern müssen dieser Begründung nun selbstständig nachgehen, obwohl die Bedarfe eigentlich für mehr Stunden festgelegt wurde. Das Einholen weiterer Gutachten, das Stellen erneuter individueller Anträge und ggf. das Einleiten von rechtlichen Schritten sind zeitintensiv und nervenaufreibend. Die Ferien verbringen diese Familien nun damit sich selber zu fragen, ob ihr Kind auch künftig die Unterstützung erhält, die es braucht.

            In welchem Umfang die Änderungen umgesetzt und sich dann in der Praxis auswirken werden, wird sich erst zeigen. Klar ist jedoch: Für viele Kinder ist eine Schulbegleitung eine wichtige Voraussetzung, um den Schulalltag erfolgreich und möglichst selbstständig bewältigen zu können.

            Stellungnahmen vom Kreiselternrat der speziellen Sonderschulen und ReBBZen gibt es hier: https://www.ker-so.de/?Stellungnahmen

            Hier ist eine Stellungnahme der Schulbehörde zu lesen: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bsfb/veroeffentlichungen/pressemeldungen/schulbegleitung-bildungssenatorin-bekeris-widerspricht-oeffentlichen-darstellungen-1192716

            Ferientipps für Familien in Hamburg

            24. Juni 2026   Kirsten Michalski
            Familie, Freizeit, Hamburg, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

            Die Sommerferien stehen vor der Tür, aber die wenigsten Familien können oder wollen die gesamte Zeit verreisen. Aber wer die freie Zeit in Hamburg verbringt, muss sich keine Sorgen um Langeweile machen. Für Kinder jeden Alters gibt es in der Stadt spannende Angebote zum Mitmachen, Entdecken und Ausprobieren. Wir haben drei Ideen gesammelt, die abwechslungsreiche Ferientage garantieren.

            Kreativ werden in den Bücherhallen

            Die Hamburger Bücherhallen sind längst mehr als Orte zum Ausleihen von Büchern. In den Sommerferien bieten die verschiedenen Standorte in der ganzen Stadt zahlreiche Workshops, Mitmachaktionen und Kurse an. Ob Basteln, Gaming, Vorlesen, Programmieren oder Robotik – für alle Altersgruppen ist etwas dabei. Einige Angebote können spontan besucht werden, für andere ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Ein Blick in das Ferienprogramm der Bücherhallen lohnt sich auf jeden Fall. Hier gibt es mehr Infos.

            Eine eigene Stadt bauen in der Kinderstadt Hamburg

            Wie wäre es, einmal Bürgermeisterin, Architekt oder Handwerkerin zu sein? In der Kinderstadt Hamburg gestalten Kinder zwischen 7 und 15 Jahren während der ersten beiden Sommerferienwochen ihre eigene Stadt. Gemeinsam planen, bauen und organisieren sie das Leben in ihrer Stadt und lernen dabei spielerisch, wie Demokratie und Zusammenleben funktionieren. Die Kinderstadt findet auf dem Baakenhöft in der HafenCity statt. Eine Anmeldung ist taggleich und die Teilnahme auch für einzelne Tage möglich. Mehr erfahrt ihr hier.

            Im Ferienpass nach neuen Abenteuern suchen

            Wer noch mehr Inspiration sucht, sollte unbedingt einen Blick in den Hamburger Ferienpass werfen. Dort finden Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 19 Jahren eine große Auswahl an Freizeitangeboten – von Sport und Kreativkursen über Technik-Workshops bis hin zu Ausflügen und Feriencamps. Viele Angebote sind kostenlos oder stark vergünstigt. Der Ferienpass ist online verfügbar und das Programm kann hier eingesehen werden.

            So steht einem abwechslungsreichen Sommer in Hamburg nichts mehr im Weg – ganz egal, ob man gerne bastelt, baut oder auf der Suche nach dem nächsten Ferienabenteuer ist.

            Wer Lust auf Aktivitäten auf eigene Faust hat, wird hier bestimmt fündig.

            Wenn die Trennung keine Sicherheit bringt: Nachtrennungsgewalt jenseits sichtbarer Gewalt

            24. April 2026   Kirsten Michalski
            Alleinerziehende, Familie, Gastbeitrag  

            Die Vorstellung, dass nach einer Trennung automatisch Ruhe einkehrt, greift zu kurz. Für viele Frauen beginnt danach eine neue Phase der Belastung. Nachtrennungsgewalt zeigt sich nicht nur in körperlichen Übergriffen – oft nimmt sie subtilere, schwer erkennbare Formen an. In diesem Gastbeitrag schreibt eine Betroffene über das, was viele Frauen und Mütter erleben, wenn sie den Schritt aus ihrer Ehe und Partnerschaft wagen.

            Wenn Kontrolle bleibt

            Auch scheinbar „harmlose“ Trennungen können in kontrollierende Dynamiken kippen. Psychische Gewalt spielt dabei eine zentrale Rolle: ständige Nachrichten, Schuldzuweisungen, das Verdrehen von Tatsachen oder Druck über organisatorische Fragen und gemeinsame Kinder. Was von außen wie Konflikt wirkt, ist für Betroffene häufig ein Fortsetzen von Kontrolle.

            Gerade Kinder werden dabei zum Bindeglied – und zum Druckmittel. In diesem Zusammenhang drängen viele Väter auf das Wechselmodell. Das kann im Einzelfall sinnvoll sein, wird aber nicht selten auch angestrebt, um Unterhaltszahlungen zu reduzieren. Für Frauen bedeutet das oft anhaltenden Kontakt und zusätzliche Belastung.

            Wenn Gewalt nicht erkannt wird

            Institutionen tun sich häufig schwer, psychische Gewalt einzuordnen. Statt klare Machtverhältnisse zu erkennen, wird der Konflikt als „beiderseitig“ bewertet. Das kann dazu führen, dass Frauen gezwungen sind, weiterhin eng mit einem kontrollierenden, manchmal sogar manipulativen Ex-Partner zu kooperieren.

            Warum Gehen nicht so einfach ist

            Die Frage „Warum ist sie nicht gegangen?“ unterschätzt die Realität vieler Frauen. Neben sozialem Druck sind es vor allem finanzielle Hürden, die eine Trennung erschweren. Fehlende Rücklagen, unsicherer Wohnraum und komplizierte Unterhaltsregelungen machen den Schritt oft existenziell riskant.

            Auch nach der Trennung bleibt finanzielle Gewalt ein Thema – etwa durch verweigerte Zahlungen oder gezielte Verzögerungen. In Kombination mit Betreuungsmodellen kann dies die wirtschaftliche Lage weiter verschärfen.

            Nachtrennungsgewalt ist oft leise, aber wirkungsvoll. Sie zeigt, dass eine Trennung nicht automatisch Schutz bedeutet. Umso wichtiger ist es, psychische und finanzielle Gewalt ernst zu nehmen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Frauen echte Unabhängigkeit ermöglichen.

            Mehr Beiträge rund um das Thema „Alleinerziehende“ gibt es hier.

            Unterstützung für Alleinerziehende – gut zu wissen!

            11. März 2026   Kirsten Michalski
            Alleinerziehende, Gastbeitrag  

            In Hamburg gab es im Jahr 2021 69.000 Alleinerziehende, davon 58.000 Frauen und 11.000 Männer. Während manche von ihnen irgendwie den Spagat zwischen Vollzeitjob und Kinderbetreuung schaffen, arbeiten viele andere in Teilzeit oder gar nicht. Dementsprechend prekär sieht ihre finanzielle Lage aus.

            Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, müssen viele Alleinerziehende Bürgergeld beziehen. Im Gastbeitrag vom VFR Verlag erfahren wir, wie hoch der Regelbedarf ist, welche Zusatzleistungen notwendig sind und wie es mit der Wohnung aussieht. 

            Wie hoch ist das Bürgergeld für Alleinerziehende?

            Es mag erst einmal ernüchternd klingen, aber tatsächlich erhalten Alleinerziehende den gleichen Regelbedarf wie alleinstehende Personen ohne Kinder. Das sind aktuell (Stand: Februar 2026) 563 Euro monatlich. Somit werden alleinerziehende Eltern in die Regelbedarfstufe 1 einsortiert. Allerdings soll dieses Geld auch nur Kosten für Ernährung, Kleidung, Freizeit und Strom decken. Miete und Heizung werden separat gezahlt und sind nicht inbegriffen. Ebenfalls nicht eingerechnet ist der sogenannte Mehrbedarf, der bei Alleinerziehenden mit Kindern eindeutig besteht. 

            Wann kann Mehrbedarf beantragt werden? 

            Unter bestimmten Voraussetzungen haben Bürgergeldempfänger Anspruch auf weitere Leistungen. Ein Mehrbedarf liegt zum Beispiel während der Schwangerschaft oder bei bestimmten Behinderungen vor. 

            Auch wer Kinder hat, kann ihn geltend machen. Wie hoch die Zahlung ausfällt, hängt jedoch vom Alter und der Anzahl der Kinder ab. Er liegt bei höchstens 60 Prozent des jeweiligen maßgebenden Regelbedarfs. Ein alleinerziehender Elternteil mit einem Kind über 7 Jahren bekommt nur 12  Prozent, bei zwei oder drei Kindern unter 16 Jahren sind es schon 36 Prozent. Ab fünf Kindern werden unabhängig vom Alter 60 Prozent gewährt. 

            Alleinerziehende Mütter, die ein weiteres Mal schwanger werden, können außerdem ab der 13. Schwangerschaftswoche einen Mehrbedarf von 17 Prozent beantragen. 

            In welchen Fällen besteht Anspruch auf Sonderbedarf?

            Viele Alleinerziehende kommen trotz Mehrbedarf mit den Leistungen des Jobcenters gerade so über die Runden. Am Ende des Monats bleibt selten etwas übrig, das man für schwere Zeiten sparen könnte. Manchmal hilft es aber nichts und es müssen einfach neue Anschaffungen getätigt werden. Je nachdem, worum es sich handelt und wie die Rahmenbedingungen sind, gewährt das Jobcenter in solchen Fällen eine Sonderzahlung. 

            Unter anderem kann ein Anspruch auf Sonderbedarf bestehen, wenn die Erstausstattung für ein Baby angeschafft werden muss oder wenn der Leistungsempfänger erstmals in eine neue Wohnung zieht und dafür neue Möbel benötigt. Auch bei einer Trennung kann die Leistung beantragt werden. 

            Das Jobcenter prüft jeden Antrag individuell und entscheidet dann, ob die Kriterien erfüllt sind. Wie viel am Ende auf dem Konto landet, kann in Abhängigkeit von der Region allerdings unterschiedlich hoch sein, sodass wir hier keine Zahlen nennen können. Praktischerweise lässt sich der Antrag aber einfach online über die Webseite des jeweiligen Jobcenters stellen. 

            Wie sieht es mit Unterhaltszahlungen aus? 

            Je nach individueller Konstellation kann es sein, dass der alleinerziehende Elternteil oder die Kinder Anspruch auf Unterhaltszahlungen durch den anderen Elternteil haben. Dieser Unterhalt wird vom Jobcenter als Einkommen betrachtet. Das kann dann leider auch den Leistungsbezug verringern. Diese Regelung sollte aber niemanden auf die Idee bringen, erhaltene Unterhaltsleistungen zu verschweigen – das wäre Sozialbetrug!

            Wenn eine Unterhaltspflicht besteht, der Zahlungspflichtige ihr aber nicht nachkommt, kann das Jobcenter das Geld einfordern. Alleinerziehende Eltern müssen sich deswegen aber keine allzu großen Sorgen machen, denn bis der Unterhaltspflichtige seiner Verantwortung nachkommt, zahlt das Amt in der Regel einen Unterhaltsvorschuss. So soll sichergestellt werden, dass Elternteil und Kind weiterhin ihren Lebensunterhalt decken können. 

            Ein freiwilliger Verzicht auf Unterhalt ist nicht möglich. Das Jobcenter akzeptiert solche Vereinbarungen nicht.

            Muss man in eine kleinere Wohnung umziehen? 

            Zu einem Umzug in eine kleinere Wohnung besteht kein Zwang. Vor allem im ersten Jahr des Bezugs müssen sich Alleinerziehende darum nur wenige Gedanken machen. Wenn sie zur Miete wohnen, übernimmt das Jobcenter die Kosten. 

            Nach Ablauf des Jahres wird darauf geachtet, dass die Miete eine angemessene Höhe passend zur Anzahl der Personen hat. Wie hoch dieser Betrag ist, kann je nach Region sehr unterschiedlich sein. Alleinerziehende sollten sich also frühzeitig beim Jobcenter über die Mietkostengrenzen informieren. Wer darüber liegt, sollte sich spätestens nach einem Jahr nach einer günstigeren Bleibe umsehen. Andernfalls muss er die Differenz selbst bezahlen. 

            Alleinerziehende, die das Glück haben, im Eigentum zu leben, dürfen eine bestimmte Quadratmeterzahl pro Person nicht überschreiten. Bei ein bis vier Personen liegt die Grenze bei einem Einfamilienhaus zum Beispiel bei 140 Quadratmetern. 

            Mehr Beiträge rund um Alleinerziehende gibt es hier.

            Photo by Benjamin Manley on Unsplash

            Quellen: 

            https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/buergergeld/unterstuetzung-fuer-familien

            https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/faq-zum-buergergeld-2149774

            https://www.jobcenter-duesseldorf.de/finanzen/familie-und-kinder/mehrbedarf-fuer-alleinerziehende

            https://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/schulden/das-buergergeld

            https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Grundsicherung-Buergergeld/Leistungen-und-Bedarfe-im-Buergergeld/leistungen-und-bedarfe-im-buergergeld.html

            https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/buergergeld/finanziell-absichern/einmalige-leistungen

            https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bwfg/unsere-themen/gleichstellung/gleichstellungsmonitor/4-sorgearbeit/alleinerziehende

            In Hamburg und Drumherum – 5 Tipps für die Zeit bis zum Frühling

            3. Februar 2026   Kirsten Michalski
            Familie, Hamburg, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

            Die zehn dunkelsten Wochen des Jahres liegen bereits hinter uns. Jetzt trennt uns nur noch der Februar vom Frühling – höchste Zeit also, die letzten Winterwochen mit schönen Erlebnissen zu füllen. Ob Ausflüge, Kultur oder Indoor-Abenteuer: Diese Tipps bringen Abwechslung in den grauen Alltag.

            Jackentaschen-Schätze im Museum der Mineralogie

            Was sich alles in Jackentaschen sammelt! Am 8. Februar können Kinder und Erwachsene ihre Fundstücke im Museum der Mineralogie begutachten lassen. Eine schöne Gelegenheit, Alltägliches aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten. Details gibt es auf der Website des Museums.

            Natur und Tiere entdecken – ganz ohne Zoo

            Wer mehr über Tiere und Natur lernen möchte, ohne sie einzusperren, hat in Hamburg gleich mehrere Optionen. Die Greenpeace-Ausstellung, das Museum der Zoologie und die Botschaft der Wildtiere vermitteln Wissen anschaulich und kindgerecht. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt oft kostenlos, teilweise sogar auch für die Erwachsenen.

            Essen gehen mit Spielmöglichkeiten

            Kinderfreundliche Küche und Platz zum Spielen gibt es zum Beispiel in der Foodlounge Bergedorf, bei Burgerlich, bei Vapiano am Gänsemarkt oder im Ciao Bella in Finkenwerder.

            Hamburg vor 100 Jahren erleben

            Eine kleine Zeitreise gefällig? Im Museumsdorf Volksdorf oder im Freilichtmuseum am Kiekeberg lässt sich Hamburgs Geschichte vor 100 Jahren kostenlos entdecken. Beide Museen bieten spannende Einblicke in das frühere Alltagsleben.

            Indoor spielen, toben und entdecken

            Wenn das Wetter so gar nicht mitspielt, sind Indoor-Angebote eine gute Alternative. Kostenlos oder sehr günstig können Kinder – auch schon Kleinkinder – im Tala 309 in Langenhorn, in verschiedenen Spielhäusern oder auf den Winterspielplätzen der Christusgemeinde Bramfeld und der Christuskirche Altona spielen.

            Mehr Tipps für den Februar bekommt ihr auf dem Instagram Account von Hamburg with Kids.

            Und hier gibt es auch noch viele Ideen für Ausflüge mit Kindern in Hamburg und Drumherum.

            Und wie waren die Feiertage bei euch so?

            9. Januar 2026   Kirsten Michalski
            Alleinerziehende, Familie, Kinder  

            Diese Frage klingt harmlos. Smalltalk-tauglich. Eine dieser Fragen, die man Anfang Januar stellt, wenn der Alltag langsam wieder anrollt. Und doch steckt für viele Familien und besonders Alleinerziehende darin so viel mehr, als man in ein paar Sätzen beantworten kann.

            Weihnachten – das ist für Familien ohnehin eine Hochleistungsphase. Schon Wochen vorher stapeln sich die Termine: Adventsbasteln in der Kita, Weihnachtsfeier in der Schule, Auftritte im Sportverein. Alles gleichzeitig, alles wichtig, alles bitte mit Anwesenheit.

            Und als wäre das nicht genug, ist diese Zeit für viele von uns auch beruflich die stressigste im Jahr. Jahresabschlüsse, Urlaubsvertretungen, hoher Krankenstand, Deadlines vor den Feiertagen. Privatleben und Beruf krachen frontal aufeinander – und irgendwo dazwischen versuchen wir „besinnlich“ zu sein.

            Denn die Erwartungen sind hoch. Sehr hoch. Es soll gemütlich sein. Warm. Ja, magisch. Kekse müssen gebacken werden (am besten selbst, versteht sich). Der Wichtel zieht ein – mit kleinen Streichen und noch kleineren Briefen, aber großer Vorfreude bei den Kindern. Der Adventskalender ist bitte nicht gekauft, sondern kreativ, nachhaltig und liebevoll, individuell gestaltet.

            Und all das bitte nebenbei, nach der Arbeit, zwischen Abwasch und Brotdosen.

            Für einige, besonders Alleinerziehende, kommt noch eine weitere Ebene dazu: der finanzielle Druck.
            Geschenke müssen besorgt werden – und sie sollen mithalten können. Mit dem, was andere Kinder erzählen, was auf dem Schulhof verglichen wird und mit dem unausgesprochenen Anspruch, dass das eigene Kind bitte nicht das Gefühl haben soll, weniger zu bekommen. Das schlechte Gewissen fährt dabei oft mit. Auch dann, wenn man eigentlich weiß, dass Liebe nicht im Geschenkpapier steckt.

            Und dann ist da diese andere Seite von Weihnachten, über die wenig gesprochen wird:

            Diese Zeit ist für viele Alleinerziehende die einsamste Zeit des Jahres. Gerade dann, wenn keine Familie in der Nähe ist. Während andere sich im großen oder kleinen Kreis treffen, mehrere Tage zusammen verbringen, Zuständigkeiten teilen („Ich mach den Nachtisch“, „Kannst du die Kinder kurz nehmen?“), ist man selbst oft tagelang allein mit den Kindern. Ohne Pause. Ohne Wechsel. Und während für die Kinder Geschenke unter dem Baum liegen, liegt für einen selbst dort oft: nichts. Kein kleines Päckchen, kein Zettel, kein „Ich hab auch an dich gedacht“. Das tut weh. Auch wenn man stark ist. Wenn man es gewohnt ist. Und auch wenn man weiß, dass man es „für die Kinder“ macht.


            Was wir füreinander tun können

            Wenn ihr Alleinerziehende im Freundes-, Nachbarschafts- oder Kolleg:innenkreis habt: Nehmt die Kinder doch mal mit ins Theater, ins Kino, zum Schlittschuhlaufen. Das ist für die Kinder ein Highlight – und für die alleinerziehende Person eine echte Entlastung. Und legt der Mutter oder dem Vater etwas Kleines unter den Baum, eine Karte eine Kerze, eine Tafel Schokolade. Es geht nicht um den Wert, sondern um das Gesehenwerden.


            Und an alle Alleinerziehenden

            Ihr müsst da nicht allein durch. Auch wenn es sich oft so anfühlt. Tut euch zusammen. Verabredet euch. Feiert gemeinsam. Oder schließt euch Organisationen an, die genau dafür da sind. Zum Beispiel Mehr Zusammen e.V. in Hamburg, die gemeinsame Feste für Menschen organisieren, die sonst allein wären. Gemeinschaft darf man sich holen – das ist keine Schwäche, sondern Selbstfürsorge.

            Also, wenn euch nach den Feiertagen jemand fragt: „Und wie waren die Feiertage bei euch so?“ Dann darf die Antwort ehrlich sein. Leise. Oder auch laut. Denn hinter dieser Frage steckt manchmal eine ganz unerwartete Geschichte.

            Du möchtest mehr über Organisationen und Initiativen für Alleinerziehende erfahren und wertvolle Tipps bekommen, hier findest du mehr.

            Mehr Beiträge rund um die Themen Kinder und Familie kannst du hier finden.

            Drei kunterbunte Spielideen für graue Herbsttage

            27. November 2025   Kirsten Michalski
            Familie, Hamburg, Kinder  

            Wenn es draußen stürmt, regnet oder einfach nur ungemütlich ist, wird es drinnen umso gemütlicher – mit Kakao, Kuscheldecke und einem richtig guten Spiel. Für alle Familien, die auf der Suche nach neuen Brettspielen für trübe Nachmittage sind, haben wir drei Favoriten zusammengestellt, die nicht nur Kindern Spaß machen.

            🐛 Da ist der Wurm drin (ab ca. 3 Jahren für 2–4 Spieler*innen)

            Ein Highlight schon für kleinere Kinder – und alle, die beim Spielen auch mal kichern dürfen. Bei diesem Laufspiel schlängeln sich lange, bunte Holzwürmer durch den Garten. Das Besondere: Die Würmer „wachsen“ durch das Einsetzen farbiger Körperteile, die per Würfel bestimmt werden. Wer als Erster mit dem Kopf durch das Blumenbeet lugt, gewinnt! Einfache Regeln, tolles Material und ein riesiger Spaßfaktor für Kinder ab 3 Jahren.

            🐲 Dragomino (ab 4-5 Jahren, 2–4 Spieler*innen)

            Wer Domino kennt, wird Dragomino lieben. In diesem kinderfreundlichen Ableger des Strategiespiels „Kingdomino“ reisen wir in die Welt der Drachenbabys. Plättchen werden aneinandergelegt, und wo Landschaften zusammenpassen, dürfen Drachen-Eier gesammelt werden. Mit etwas Glück schlüpfen die süßen Baby-Drachen sofort – oder eben nicht. Ein ideales Einsteigerspiel mit Glücks- und Taktikelementen.

            🧙 Zauberberg (ab 4-5 Jahren, 1–4 Spieler*innen)

            Ein kooperatives Kugelbahnspiel mit Spass-Effekt. Leuchtende Murmeln (die „magischen Irrlichter“) rollen einen Berghang hinunter und lotsen kleine Zauberlehrlinge in Richtung Tal – hoffentlich vor den bösen Hexen. Alle spielen zusammen gegen das Spiel und tüfteln gemeinsam, welche Murmel als nächstes ihren Weg bahnt. Spannend, schön gestaltet und auch für ältere Geschwister reizvoll.

            Fazit: Alle drei Spiele bringen Farbe, Bewegung und jede Menge Lachen ins Wohnzimmer – perfekt für dunkle Herbstnachmittage. Wer Lust hat, kann sie sich im lokalen Spielwarenladen oder in der Hamburger Bücherhalle (viele Spiele dort ausleihbar!) einmal anschauen. 

            Und falls ihr Ideen für unterwegs sucht, findet ihr hier Tipps für den Herbst mit Kindern.

            Foto von Andrey Metelev auf Unsplash

            In Hamburg und Drumherum – 5 Dinge, die man im Herbst mit Kindern machen kann

            13. September 2025   Kirsten Michalski
            Familie, Freizeit, Hamburg, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

            Der Herbst ist eine wunderbare Zeit, um mit Kindern draußen unterwegs zu sein – bunte Blätter, frische Luft und viele Möglichkeiten, die Jahreszeit bewusst zu erleben. Aber auch drinnen gibt es tolle Ideen, wenn es schon kälter oder regnerisch wird. Hier sind 5 Dinge, die man im Herbst in Hamburg mit Kindern machen kann:

            🍎 Äpfel pflücken

            Das geht zum Beispiel im Alten Land beim Herzapfelhof Lühs oder im Norden beim Hof Lienau und danach geniesst man den ersten warmen Apfelkuchen mit Kakao auf dem Sofa.

            🍳 Ausschlafen und lecker brunchen

            Bei Emilia’s Familiencafé und dem Café Termoli bekommt ihr Brunch während die Kids in den tollen Kinderecken spielen.

            🌰 Kastanien sammeln (und damit basteln oder für die Tiere spenden)

            Die ersten Kastanien fallen schon und leuchten in glänzendem Rotbraun zwischen den Blättern hervor. In vielen Parks kann man sie sammeln und im Anschluss kann man diese zum Beispiel zum Basteln verwenden oder an Wildparks wie dem Wildpark Schwarze Berge oder Wildgehege Kövensteen spenden.

            🏴‍☠️ Bouldern gehen

            Wie wäre es die ersten kalten Tage mal Bouldern zu gehen? Tolle Kinderbereiche haben das Flashh Boulderspot, Urban Apes Hamburg-West oder die Boulderwelt Hamburg.

            🎃 Die Vorbereitungen laufen schon und bald gibt’s wieder Kürbisse, zum Beispiel im Süden beim Hof Bartels, im Osten beim Kürbisparadies Adolf im oder im Norden beim Enten- und Spargelparadies.

            Noch nicht das richtige dabei? Hier gibt es noch mehr Ideen für Aktivitäten mit Kindern in Hamburg.

            Künstliche Intelligenz im Familienalltag: 3 Tipps – mit Augenmaß genutzt

            29. Juli 2025   Kirsten Michalski
            Familie, Kinder, Künstliche Intelligenz  

            Künstliche Intelligenz (KI) ist auf dem Vormarsch – und nicht ohne Grund. Sie kann Texte schreiben, Bilder generieren, Informationen blitzschnell analysieren und sogar bei kreativen Prozessen helfen. Doch so faszinierend die Technologie auch ist: KI gehört kritisch begleitet. Datenschutz, Urheberrechte, ethische Fragen und Abhängigkeiten sind reale Themen, die nicht übersehen werden dürfen – besonders, wenn Kinder involviert sind.

            Trotzdem gilt: Wenn klug eingesetzt, kann KI den Familienalltag enorm erleichtern. Hier sind drei ganz konkrete Ideen, wie Familien heute schon mit wenigen Klicks Zeit, Geld und Nerven sparen – oder einfach Spaß haben können.

            Tipp 1: Wochenplan & Einkaufsliste – passgenau für eure Familie

            Prompt an die KI:
            „Bitte erstelle einen Essensplan für Abendessen für eine Familie mit zwei Kindern. Die Rezepte sollen nicht länger als 20 Minuten in der Zubereitung dauern und unbedingt Brokkoli, Aubergine und Karotten meiden. Gern gegessen werden Champignons, Spinat, Gurke, Blumenkohl, Mais, Kartoffeln und Paprika. Bitte suche außerdem raus, in welchem Supermarkt die Zutaten in Bio derzeit am günstigsten sind. Schaue nach Lidl, Aldi, Alnatura und Rewe.“

            Ergebnis in Kurzfassung:
            Die KI erstellt einen 7-tägigen Essensplan mit abwechslungsreichen Rezepten (z. B. Blumenkohl-Curry mit Reis, Spinat-Kartoffel-Pfanne, Paprika-Mais-Tortillas) – alle unter 20 Minuten Zubereitungszeit, familienfreundlich und ohne die unerwünschten Zutaten. Zusätzlich generiert sie eine strukturierte Einkaufsliste, gruppiert nach Produktkategorien – und zeigt (wenn aktiviert) die günstigsten Bio-Angebote bei Discountern & Biomärkten im Vergleich.

            Tipp 2: Spontan raus – Urlaubsplanung per KI

            Prompt an die KI:
            „Suche mir drei Ferienhöfe für Familien im Umkreis von Hamburg, die maximal drei Stunden entfernt sind. Es sollte noch Verfügbarkeiten im August oder September geben, nicht mehr als 150 Euro pro Nacht kosten und mindestens 4.5 Sterne bei Google Bewertungen haben.“

            Ergebnis in Kurzfassung:
            Die KI schlägt z. B. folgende familienfreundliche Reiseziele vor:

            Ferienhof Baustrup, Mohrkirch

            Ferienhof Wübbold, Rieste

            Ferienhof Störwiese, Arpsdorf

            Alle Vorschläge sind mit Google-Bewertungen und Preisangaben versehen. Ideal für spontane Ausflüge oder Wochenendreisen mit Kindern – ohne lange Recherche.

            Tipp 3: Malspaß per KI – ganz persönlich und fantasievoll

            Prompt an die KI:
            „Erstelle eine Malvorlage für ein Kind, das das Weltall und liebe Monster liebt. Es ist ein Junge, der selber in der Malvorlage vorkommen soll, die in Form eines vierteiligen Comics aufgebaut sein soll. Der Junge hat außer seinen Monster-Freunden auch zwei Menschenfreunde – ein Mädchen und einen Jungen – dabei.“

            Ergebnis in Kurzfassung:
            Die KI generiert eine vierteilige Comic-Malvorlage in Schwarz-Weiß zum Ausmalen:

            Die Malvorlage lässt sich als PDF exportieren und ausdrucken – ein tolles, individuelles Kreativprojekt.

            Wichtig zum Schluss

            Auch wenn KI viele nützliche und kreative Dinge kann: Persönliche Fotos oder Bilder von Kindern oder anderen Personen sollten niemals in eine KI hochgeladen werden. Viele Anwendungen speichern oder analysieren die Daten dauerhaft – und ein kontrollierter Umgang ist dann kaum noch möglich.

            Die KI ist außerdem nicht allwissend und macht auch Fehler. Daher grade Angaben wie Adressen, Daten und ähnliches immer noch mal gegenchecken.

            Der beste Umgang mit KI ist ein bewusster: neugierig, aber kritisch. Praktisch, aber datensensibel.


            Du sucht noch mehr Tipps für Familien in Hamburg? Schau doch mal hier vorbei.

            Und noch mehr Tipps für Künstliche Intelligenz im Alltag gibt es hier.

            In Hamburg und Drumherum – ab in die Innenstadt

            6. Juni 2025   Kirsten Michalski
            Familie, Hamburg, In Hamburg und Drumherum, Kinder  

            Die Hamburger Innenstadt ist für viele eine der schönsten Ecken Hamburgs. Egal, ob Jungfernstieg oder Rathausmarkt – hier gibt es viel zu sehen und natürlich shoppen, schlemmen und schlendern. Aber zugegeben, für Kinder und Familien gibt es hier nicht viele Ecken, wo man mal eine Pause einlegen kann.

            Wir haben für unsere Serie „In Hamburg und Drumherum“ genau hingesehen und stellen euch drei Familien-Oasen inmitten der trubeligen Innenstadt vor.

            Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe (MK&G)

            Direkt am Steintorplatz gelegen, bietet das MK&G mit dem „Freiraum“ einen offenen Projektraum, der während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei zugänglich ist. Dieser Raum lädt zum Verweilen, Lesen und Diskutieren ein und ist besonders familienfreundlich gestaltet. Kinder können hier in entspannter Atmosphäre eine Pause einlegen, während Eltern sich ebenfalls erholen oder mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen. Mitgebrachte Snacks sind erlaubt, was den Freiraum zu einem idealen Ort für eine kurze Rast macht. 

            Innenstadt für Familien
            Innenstadt für Familien

            Zentralbibliothek am Hühnerposten

            Nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich die Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg. Ein Highlight für Familien ist die großzügige Kinderbibliothek (Kibi), die auf 740 Quadratmetern rund 65.000 Medien bereithält. Neben einer Vielzahl an Büchern und Hörspielen gibt es gemütliche Leseecken, einen kleinen Spielbereich und regelmäßig stattfindende Veranstaltungen wie Lesungen und Workshops. Der Eintritt ist frei, und Kinder können sich hier spielerisch mit Literatur und Medien beschäftigen. 

            Rossmann am Jungfernstieg

            Im Herzen der Innenstadt, direkt am Jungfernstieg, bietet die Rossmann-Filiale einen kleinen, aber feinen Familienbereich. Hier finden Eltern einen Wickeltisch und eine Spielmöglichkeit für Kinder, was den Einkauf oder einen Stadtbummel mit einer kurzen, kinderfreundlichen Pause verbindet. Natürlich sind auch preiswerte Snacks und Getränke hier zu bekommen. Obwohl es sich um eine Drogerie handelt, ist dieser Bereich speziell auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet und kostenfrei nutzbar.


            Diese drei Orte bieten ideale Möglichkeiten für eine entspannte Pause mit Kindern in der Hamburger Innenstadt – ganz ohne Eintrittskosten. Ob kulturell im Museum, literarisch in der Bibliothek oder praktisch beim Einkaufen – hier finden Familien passende Rückzugsorte für zwischendurch.

            Noch mehr Tipps für Familien „in Hamburg und Drumherum“ findet ihr hier.