Seit Januar 2023 erkunden die Jugendlichen der Ausbildungsvorbereitungsklasse Migration im Rahmen des Kulturpunkt Basch-Projektes „Flora & Fauna – das mobile Medienlabor“ die Hamburger Natur. Zur Unterstützung des Projektes stellt der BUND Hamburg, Arbeitskreis FOTO eine Auswahl von Flora und Fauna-Bildern im Community Center Barmbek-Basch aus.
Dreizehn Fotograf:innen aus der Arbeitsgruppe haben hierzu ihre schönsten Bilder aus der Tier- und Pflanzenwelt ausgewählt, um das Projekt mit anschaulichen Beispielen zu unterstützen.
Die Ausstellungsfläche im Erdgeschoss ist dem Thema „Flora“ gewidmet. Acht großformatige Bilder bringen Blumen- und Landschaftseindrücke in die Empfangshalle. Im Obergeschoss finden sich die sieben Tierfotografien der Ausstellung wieder. Vom Eichhörnchen bis zum Eisvogel sind detaillierte Blicke in unsere Hamburger Tierwelt zu bewundern. Auch der Kinderwagenraum im Obergeschoss wurde ein eigenes Thema gewidmet – hier präsentieren sich fünf ganz besondere Bilder – allesamt zeigen Tierkinder in ihrer natürlichen Umgebung.
Die Bilder werden vom 3.7. bis zum 30.8.2023 ausgestellt. Ein Termin im Community Center Barmbek-Basch zum Austausch mit den Fotogra:iInnen ist aktuell in Planung. Für alle die sich gerne schon jetzt intensiver mit dem Thema Fotografie beschäftigen möchten, steht der direkte Kontakt zum Arbeitskreis FOTO des BUND Hamburg über https://www.bund-hamburg.de/mitmachen/gruppen/foto-ag/ bereit. Foto-Enthusiasten sind hier immer willkommen und finden hier Gleichgesinnte und jede Menge Spaß bei gemeinsamen Foto-Exkursionen, regelmässigen Austausch-Treffen und Fotobesprechungen.
Zu unserem laufenden Workshop- und Bildungsprojekt „Flora und Fauna – das Mobile Medienlab“ gibt es hier mehr Informationen:
Oder bei Instagram der Kulturpunkt Medienwerkstatt:
https://instagram.com/mixedmedia_kulturpunkt?igshid=OGQ5ZDc2ODk2ZA==

Künstlerisches Forschen und Experimentieren im Stadtteil Barmbek Süd
Mitte April 23 startete der erste mehrtägige Workshop vom Flora & Fauna Medienlab mit Schülerinnen und Schülern der Internationalen Berufsvorbereitungsklasse (AVM) der Berufsschule Gsechs, in der Richardstraße. Die zwölf Teilnehmenden verschiedener Nationen, darunter Afghanistan, Syrien, Türkei, Ukraine und Bulgarien, lernen als neue Bürgerinnen und Bürger die deutsche Sprache und bereiten sich auf eine spätere Berufsausbildung vor. Der Workshop war für sie ein sehr willkommenes Projekt. Da innerhalb des Unterrichts keine musealen Schulfächer unterrichtet werden, bietet das Flora und Fauna Medien Lab hier einen guten Ausgleich und Perspektivwechsel für die Beteiligten.
Hinzu kommt, dass die Sprachkenntnisse der Teilnehmenden oftmals noch rudimentär sind. Dafür war bei der ersten Workshop-Reihe die Gastdozentin Julia Kapelle mit dabei, die über ihr Projekt Trickmisch mit Sprachvermittlung und Trickfilm arbeitet. Mit einem Trickkoffer voller Figuren und Kameras in der Tasche trickfilmen, schneiden und animiert Trickmisch gemeinsam mit den Beteiligten, Geschichten. Dafür werden Bilder gezeichnet, als Schattensilhouetten ausgeschnitten, im Legetrick-Verfahren Foto für Foto auf einem Leuchttisch animiert und vertont. Zu den Bildsequenzen werden beschreibende Worte gefunden. Die Zwischentexte laden zum Mitlesen und Zuhören ein. Bei dem Workshop ist ein kurzer Trickfilm entstanden: https://www.instagram.com/p/CsBeQuvr4HN/
Das als Medien-Labor ausgestattete Lastenrad, war für die Schülerinnen und Schüler eine neue Erfahrung mit „WOW“- Effekt. Einige kannten so ein Fahrrad noch nicht und viele von ihnen wollten gleich selbst eine Probefahrt machen. Mit dem Lastenfahrrad ging es auf der Velo-Route in Barmbek entlang dem Eilbek Kanal. Das Medien-Lab hat Mikrofone für Soundaufnahmen und Kameras für Film sowie Fotografie an Bord. Hinzu kommen Zeichenmaterialien, um kleine Skizzen der Pflanzen und Tiere anzufertigen. Alle Methoden kamen in Verbindung mit der Naturerfahrung und Erforschung, bei den Schülerinnen und Schülern richtig gut an.
Im Juni 23 geht es mit der nächsten Workshopsequenz ´Flora und Fauna Medienlab im Sommer! ´ weiter.
Mit unserem Lastenfahrrad als mobiles Medien-Kunst-Natur-Labor, wollen wir künstlerisches Experimentieren mit wissenschaftlichem Erforschen von Natur im Stadtteil verbinden. Im Vermittlungsprojekt FLORAFAUNA Medienlabor werden die Schülerinnen ihr Quartier erkunden und im Stadtteil forschen und experimentieren. Die Prozesse und Ergebnisse der verschiedenen Workshops werden in einem Medienarchiv gesammelt und zugänglich gemacht werden.
Eine Kooperation mit der Berufsschule Gsechs in Barmbek Süd. Fachbereichsleitung Frau Lehnig/ Fachlehrer Herr Crisafulli.
Das Projekt führen wir mit Schülerinnen und Schülern der Internationalen Vorbereitungsklassen in vier Workshops übers Jahr 2023 durch.
Kooperation Kulturpunkt Werkstatt Mixed Media & Gsechs Berufsvorbereitungsklasse Hamburg
gefördert vom Projektfonds Kultur und Schule
Projektleitung: Vanessas Nica-Müller (Kulturpunkt Basch/ Werkstatt Mixed Media)
Gastdozentin Workshop Frühling/ Julia Kapelle von Trickmisch.de
Ein Projekt vom Kulturpunkt Basch/ Kuration Sabine Engelhart
LEBE(N) IN BARMBEK! – KATHARINA VON PALESKE
In unserer neuen Serie „Lebe(n) in Barmbek!“ stellen wir Menschen vor, die in diesem Stadtteil zuhause sind und/ oder dort arbeiten. Sie prägen diesen Kiez im Herzen von Hamburg und machen ihn zu dem lebenswerten Ort, der er für Viele ist. Was macht diese Menschen aus? Wo fühlen sie sich wohl? Welche Orte mögen sie besonders? Um das herauszufinden haben wir einen Fragebogen verteilt und gebeten, ihn auszufüllen. Die spannenden Antworten zeigen wir ab heute regelmäßig im Middenmang Magazin.
„Lebe(n) in Barmbek!“ startet heute mit Katharina von Paleske. Sie wuchs mit ihren koch-begeisterten Eltern in Hamburg auf, die sie stets mit gesundem, leckeren Mahlzeiten verwöhnten. Es liegt nahe, dass sie selbst anfing viel Zeit in der Küche zu verbringen und in jeden Topf hinein schaute, den sie finden konnte. Heute ist sie die ERLEBNISKÖCHIN. Sie lebt seit 15 Jahr in Barmbek.
Hier sind Katharinas Antworten auf unsere Fragen:
Ihre Tätigkeit (Beruf, Freizeit):
Ich bin gelernte Köchin und betreibe ein Catering Unternehmen als Erlebnis Köchin in Hamburg. In meiner Freiteit mache ich sehr viel Sport (joggen, schwimmen) und lese gerne gruselige Bücher.
Außerdem koche ich für mein Leben gern.
Ihre Geschichte für Barmbek:
Ich lebe schon seit über 15 Jahren in Barmbek und bin hier erwachsen geworden. Von der jungen WG zur eigenen Wohnung. Vom jugendlichen Leichtsinn zur engagierten Unternehmerin.
Meine ersten Caterings (damals noch „für Freunde und Familie“) habe ich im Bürgerhaus Barmbek gehabt und konnte sie zu Fuß mit einem Bollerwagen liefern. Mittlerweile spendet die Kirchengemeinde St. Garbiel für mein tolles Kochprojekt zu Gunsten obdachloser Männer im Pik As Hamburg.
Ihre Gefühle für Barmbek:
Ich liebe das offen-bunte in Barmbek. Die Nähe zum Stadtpark gibt mir Kraft und ist meine Ruhequelle.
Ihr Motto in Barmbek:
Augen auf -Barmbek hat viel zu bieten
Das tollste (Kultur) Event in Barmbek:
Der Afrikanische Frühling am Marktplatz beim Museum d. Arbeit. Ich liebe Afrika, habe eine Weile in Kapstadt gelebt. Auf diesem Fest lasse ich mich einfach gern treiben und abholen in eine lockere, andere Welt -loslassen ist das Motto (für mich).
Dahin gehe ich in Barmbek lieber nicht:
Fitnessstudio, weil man in Barmbek auch draußen fit werden kann. Im Stadtpark wird so viel geboten, da muss ich nicht in eine Muckibude. Aber das ist meine ganz persönliche Entscheidung für mich!
Ihr Lieblingsgebäude in Barmbek:
Das Planetarium (ja, einige mögen sagen, das ist Winterhude, aber für mich gehört es dazu) Es thront so schön über der Festwiese.Ich finde das Gebäude einfach wunderschön. Und auch das Angebot der Sternwarte nutze ich immer wieder gern.
Ihr Tipp: Wenn ich nette Menschen in Barmbek treffen möchte, geht ich zu/ nach…
Penny in der Drosselstraße *lacht*. Dort bin ich immer willkommen und habe ein paar wirklich liebe und interessierte Menschen kennen gelernt. Alle Mitarbeiter des Marktes mögen mein Kochprojekt und der Markt unterstützt mich nach Möglichkeit mit Restposten-Spenden.
Ihr Wunsch für Barmbek:
Mir fällt gerade nichts ein. Ich mag Barmbek so, wie es ist. Ich mag auch den Wandel des Stadtteils, den ich miterleen durfte und bin Neuem gegenüber offen.
Schön wäre es, wenn Barmbek bodenständig und bezahlbar bleibt.

Besondere Anmerkungen oder Hinweise:
Das Kochprojekt Erlebnis Köchin für Pik As findet zwar nicht in Barmbek statt, aber es ist von mir als Barmbekerin für meine Heimatstadt Hamburg ins Leben gerufen.
Es gibt das Projekt nun im dritten Jahr und ich koche jede Woche einmal ca. 100 Essen für die obdachlosen Bewohner der Notunterkunft Pik As in der Neustadt. Mittlerweile habe ich bereits um die 9.000 Essen gekocht und verschenkt. Das Projekt ist mein Herzensprojekt und ich arbeite natürlich ehrenamtlich. Die Lebensmittel, aus denen ich gesunde, leckere Mahlzeiten koche, werden aus Spenden finanziert. Zwei Mal im Jahr (im Sommer und am 4. Advent) gibt es ein Extra-Essen für 300 Gäste im Hof des Pik As. Da kümmern wir uns auch um Musik, Getränke, was Süßes und Tierfutter für die Begleiter unserer Gäste. www.erlebniskoechin.de // Titelfoto (c) Tatjana Kosukhina
>> In unserer neuen Serie „Lebe(n) in Barmbek!“ stellen wir Menschen vor, die in diesem Stadtteil zuhause sind und/ oder dort arbeiten. Sie prägen diesen Kiez im Herzen von Hamburg und machen ihn zu dem lebenswerten Ort, der er für viele ist. Mit „Lebe in Barmbek!“ knüpft das MIDDENMANG MAGAZIN vom KULTURPUNKT BASCH direkt an frühere Aktionen an: „Lieblingsplätze und Wohlfühlorte“, das während der Corona Pandemie gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Barmbek°Basch entstand sowie #LEBEN in Barmbek Süd, bei dem sich die griechische Stipendiatin Mare Spanoudaki auf machte, um den Stadtteil zu erkunden. Generationen- und Kulturübergreifend, der KULTURPUNKT mit seinem MIDDENMANG MAGAZIN ist offen für alle Menschen im Stadtteil und die ganze Stadt. <<
Künstlerisches Forschen und Experimentieren im Stadtteil Barmbek
Mit unserem Lastenfahrrad als mobiles Medien-Kunst-Natur-Labor, wollen wir künstlerisches Experimentieren mit wissenschaftlichem Erforschen von Natur im Stadtteil verbinden. Im Vermittlungsprojekt FLORAFAUNA Medienlabor werden die Schülerinnen ihr Quartier erkunden und im Stadtteil forschen und experimentieren. Die Prozesse und Ergebnisse der verschiedenen Workshops werden in einem Medienarchiv gesammelt und zugänglich gemacht werden.
Eine Kooperation mit der Berufsschule Gsechs in Barmbek Süd. Fachbereichsleitung Frau Lehnig/ Fachlehrer Herr Crisafulli. Das Projekt führen wir mit Schülerinnen und Schülern der Internationalen Vorbereitungsklassen in vier Workshops übers Jahr 2023 durch.
Kooperation Kulturpunkt Werkstatt Mixed Media & Gsechs Berufsvorbereitungsklasse Hamburg
gefördert vom Projektfonds Kultur und Schule
(Fotoquelle Evgenie, unsplash)
Projektleitung: Vanessa N. Müller / Kulturpunkt Werkstattmixedmedia
In der Ausstellung wird der Lebensweg von Bestseller-Autorin Else Ury beschrieben. Außerdem können die Bücher der beliebten Nesthäkchen-Serie angeschaut werden.
Gut behütet in einer großen Familie, wuchs Else Ury dicht beim Alexanderplatz in Berlin auf. Die Verwurzelung in der jüdischen Tradition fehlt jedoch in den meisten ihrer Bücher. Vielmehr erzählen sie Geschichten von glücklichen Kindheiten, in denen die Kindersorgen mit Berliner Humor und geborgen in der Liebe und Fürsorge der Eltern bewältigt werden.
Überliefert ist, dass Else Ury um 1900 mit dem Schreiben begann. Zunächst kleine Geschichten für die Sonntagsbeilage. 1905 erscheint dann das erste Buch von Else Ury beim Globus Verlag in Berlin. Sie wurde eine wohlhabende Frau. Mit den Tantiemen aus der außerordentlich erfolgreichen Nesthäkchen–Serie kann Else Ury sich den Traum vom Ferienhaus in Krummhübel erfüllen. Das Haus ist bis heute noch ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. In Krummhübel konnte Else Ury eine kurze Lebensspanne lang das genießen, was sie so liebte: das Beisammensein im Kreise der Familie. Im Sommer 1914 fuhren die Urys wieder in die Sommerfrische. Dort überraschte sie, wie tausende andere Deutsche auch, die Nachricht vom Krieg. Auch wenn der Krieg länger dauerte als erhofft, Else Ury vertraute weiter auf die weise Führung des Kaisers und ein siegreiches Ende des Krieges.
Mit den ersten Bänden vom Nesthäkchen, die ab 1913 erschienen, begann die Karriere einer Kinderbuchserie. Die Auflagen schnellten in die Höhe. Zügig wurden die Fortsetzungen veröffentlicht.
Am 6. März 1935 wurde Else Ury aus der Reichsschrifttumskammer
ausgeschlossen. Dieses kam einem Berufsverbot gleich, so dass Else Ury seit der Zeit nicht mehr schrieb.
Zur Selektion wird Else Ury ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau eingeliefert. Am 13. Januar wird Else Ury mit vielen anderen in die Gaskammer getrieben und ermordet.
Eine Kooperation vom Kulturpunkt Basch, der Bücherhallte Dehnhaide und der Kirchengemeinde Alt-Barmbek, anlässlich der Woche des Gedenkens 2023.
Gefördert vom Bezirk Hamburg-Nord
Im Sommer veranstaltete Waldinsel Records Lasterkonzerte in der
Hansestadt. Verschiedenste Künstler (u.a. Lucas Uecker von Liedfett,
Rüdiger Bierhorst, John Winstoon Berta u.v.a.) traten an 14
unterschiedlichsten Orten in Hamburg auf. Sie zogen damit nicht nur
Menschen aller Altersklassen, Kulturen und verschiedener sozialer
Hintergründe an, sondern sorgten auch dafür, dass viele zufällige
Passanten sich dazu entschieden, stehenzubleiben und zu lauschen. Am
Rande der Konzerte kam es zu aussergewöhnlichen Begegnungen und
Gesprächen – die Lastertour verbindet, mit unheimlich guter Musik.
Und der Kulturpunkt Basch war mit einem Konzert für Kinder
auch dabei.
https://www.youtube.com/watch?v=kKVzNu_oFCI
Nun gibt es einen Dokumentarfilm von Janne Jürgensen über diese Veranstaltungen.
Am: 16.11.2022
Im: Lichtmess Kino
Wo: Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
Um: 19:00 (Einlass) 19:30Uhr (Filmbeginn)
Waldinsel Records lädt nun dazu ein, diesen 118minuten langen
Dokumentarfilm mit euch zu erleben und die Konzerte sowie die Momente
noch einmal Revue passieren zu lassen.
Eintritt 8€
Wir, drei angehende Textildesignerinnen finden ja, unbedingt! Dafür gibt es verschiedene gute Gründe. Folgende Aspekte haben uns, überzeugt, das Thema Nachhaltigkeit in der Mode anzugehen:
– Mode ist eine der umweltschädlichsten Industrien der Welt.
– Kleidung trägt jede/ jeder. Alle sind somit verantwortlich für die Konsequenzen der Produktion, der Nutzung und der Entsorgung
– Wissen hilft, daher wollten wir informieren damit jede ihr/ jeder sein Verhalten anpassen kann!
Und dabei wollen wir mit diesem Projekt, helfen!
Zum einen sind wir letzte Woche in unseren ersten Upcycling Workshop gestartet! In diesem Workshop vermittelten wir den Teilnehmenden die wichtigsten Sachen zum Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie und Upcycling. Außerdem lernten sie die ersten Schritte im Nähen und wir helfen dabei die eigenen Upcyclings mit ihren alten Kleidern durchzuführen. Bei unserem ersten Workshop gab es erstmal eine Einführung zum Thema Nachhaltigkeit und Upcycling und nach einer kleinen Übung haben wir angefangen eine kleine Tasche aus Stoffresten zu nähen.
An unserem zweiten Workshop-Tag haben unsere Teilnehmerinnen ihre kleine Tasche fertiggestellt danach konnten sie mit den individuellen Upcycling-Projekten beginnen. Als Inspiration und Anregung hatten wir einige unserer eigenen Upcycling Kreationen dabei.
Beim dritten Workshop gingen die individuellen Projekte fleißig weiter. Eine unserer Teilnehmerinnen hat aus einem alten Bademantel eine Tasche genäht, während eine andere daran arbeitet aus einer Jeans ein Korsagen-Top zu zaubern. Auch Anpassungen wurden vorgenommen, zum Beispiel an einem Rock und einem Jumpsuit. Alles in allem ein sehr erfolgreicher Workshop Tag!
Im vierten Workshop ging es weiter und neue Projekte wurden gestartet. Aus einem alten Tischläufer und Top entstand ein neues Oberteil. Auch ein altes Kleid verwandelt sich langsam in ein Oberteil. Und eine unserer Teilnehmerinnen probierte sich daran einen Schnitt zu nutzen und damit aus einem alten Stoff und Rock ein Kleid zu entwerfen.
Es war und ist immer wieder sehr spannend zu sehen was für großartige Mode ein paar kreative Köpfe aus alten Kleidern entwickeln. Insofern war dieses Projekt eine super Erfahrung für unser dreier Team, aus Studentinnen für Textildesign der Macromedia School Hamburg. Text: Linnea von Mahren
Ausstellung von Kathrin Kühn im Barmbek°Basch vom 16.8 bis 29.9.2022
Gegensätzliches vereinen, als künstlerischer Ausdruck von Kreativität! Die Regenbogenfarben der Natur sowie die ihrer Farbpalette inspirieren die Künstlerin Kathrin Kühn auf vielseitige Art.
Die Bergedorferin thematisiert in ihren Bildern die globalen Probleme der Klimaerwärmung und die Meeresverschmutzung durch Plastikmüll. Sie inszeniert in Acryl auf Leinwand eine bunte und zugleich düstere Zukunftsvision. Aus Prospekten ausgeschnittene Plastikflaschen entwickeln sich durch eine Übermalung zu Fischschwärmen oder zu bunten Pinguinen. Mittels ihrer Collage Technik bekommen die bedrohten Tiere in den Motiven dabei eine Stimme des Protestes und Mahnung.
Farbenprächtige Fantasiefische hat die Autodidaktin schon als Kind sehr gern gemalt. „FISCHER ist mein Geburtsname. Die zunehmende Meeresverschmutzung brachte mich zwingend zu einer kreativ-kritischen Darstellung des von Menschen gemachten Problems.“, erklärt die Künstlerin. Für ihre Arbeit wurde Kathrin Kühn 2019 mit dem „Klimazeichen Bergedorf“ ausgezeichnet. Seither wurde die 30teilige Bilderreihe schon vielerorts ausgestellt. Darunter 2021 an Bord der Museumsschiffe „Rickmer Rickmers“ und „Cap San Diego“ im Hamburger Hafen.
Weitere Informationen zur Künstlerin Kathrin Kühn finden Sie auf ihrer Website
Ausstellung im Barmbek°Basch vom 16.8. bis 29.9.2022 „Plastikmüll im Meer und Klimawandellllll“““
Schach für den Stadtteil
Herzlich willkommen zur vierten Schwarz-Weiß-Bunt-Ausgabe! Mein Name ist Jörn Bilicki und ich berichte an dieser Stelle regelmäßig über Aktivitäten und Ereignisse rund um das königliche Spiel aus und für den Stadtteil. In dieser Ausgabe geht es schlicht um die Frage, ob Schach ein Sport ist. Passend dazu gibt es eine Denksportaufgabe.
Der österreichische Liedermacher Rainhard Fendrich besang 1983 in einem bissigen Lied die „Schönheiten“ des Sports aus der bequemen Perspektive eines sensationslüsternen Zuschauers [1]. In seinem Lied fokussierte er sich dabei mehr auf die spektakulären und dramatischen Szenen im Sport sowie auf deren Wirkung auf den Zuschauer. Weniger auf das, was einen Sport im Kern eigentlich ausmacht.
Sport ist ein Teil unserer Kultur (die Beantwortung der Frage, ob Sport selber Kultur ist, sei den Soziologen überlassen [2]). Er ist auf unseren Straßen, in den Vereinen und in den Medien allgegenwärtig. In unserer Wahrnehmung ist mit der Ausübung von Sport eine körperlich Aktivität verbunden, die einzeln oder in Gruppen gerne im Wettstreit miteinander ausgeführt wird [3]. Grundsätzlich fördert sportliche Betätigung an sich die körperliche Gesundheit und das Ausüben von Sport in der Gruppe fördert die soziale Kompetenz. So betrachtet fällt es einem sicher leicht, eine ganze Reihe von Sportarten aufzuzählen, die in diesen Kategorien genügen. Bei den meisten Aufzählungen wird Schach allerdings fehlen.
Warum scheint Schach nicht in das obige Muster zu passen? Gut: In der öffentlichen Wahrnehmung sitzen die Spieler ja nur rum, scheinen mit sich selber beschäftigt zu sein und bewegen sich während der Partie eher selten. Die eigentliche Kraftanstrengung besteht offenbar darin, manchmal den eigenen Kopf gedankenversunken in den Händen zu stützen (immerhin sind dabei ca. 6 kg zu tragen) oder die Schachfiguren übers Brett zu schieben, bestenfalls zu heben (bei einem Figurengewicht von 30 – 50 Gramm kommt am Ende einer längeren Partie auch so manches Kilogramm bewegter Figurenmasse zusammen). So gesehen verliert Schach den Vergleich mit „echtem“ Sport deutlich. Ist Schach also kein Sport?
Nun, beim Schach stehen natürlich die geistigen Fähigkeiten der Spieler im Mittelpunkt. Diese lassen sich trainieren und durch begleitende Maßnahmen fördern. Die Verbesserung der Merk- und Planungsfähigkeit, die Steigerung der Kreativität, die verbesserte Selbstwahrnehmung und die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel werden durch Schach gefördert und sind nicht selten auch auf andere Lebenssituationen anwendbar [4]. Neben dem Training am Brett helfen ein moderates Ausdauertraining und eine ausgewogene Ernährung, geistig fitter und damit im Schach besser zu werden [5]. Für Schachgroßmeister wie z. B. Daniil Dubov und den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen ist körperliches Fitnesstraining ein wichtiger Faktor für ihre schachliche Leistungsfähigkeit
Denn körperliche Fitness ist auch während einer Schachpartie von Vorteil. Die Spieler sind unter Stress, der Puls steigt und die Muskulatur ist angespannt. Wissenschaftlich konnte bestätigt werden, dass ein erwachsener Mann in einer Marathonpartie um die 500 kcal verlieren kann (hier zum selber ausrechnen [6]).
Hinzu kommt das Schachspielen im Team: Auch wenn man am Brett ein Einzelkämpfer bleibt, so entsteht während eines Wettkampfes schon ein gewisses Gemeinschaftsgefühl. Schließlich ist die Einzelleistung Teil des gesamten Teamergebnisses. Ein Zwischenstand kann sich teamtaktisch auf die Gestaltung der noch auszuspielenden Einzelpartien auswirken. Mannschaftswettkämpfe im Schach werden teilweise gemeinsam vorbereitet und danach in Form von Partieanalysen gemeinsam nachbereitet. Persönlichkeitsentwicklung inklusive. In Ansätzen ähnelt Schach im Team dadurch anderen Teamsportarten.
Um ein guter Schachspieler zu werden, sind also geistiges und körperliches Training notwendig, welches in gewissem Maße mit anderen Sportarten vergleichbar ist und sich auf hohem Leistungsniveau hinsichtlich Aufwand und Anstrengung nicht hinter klassischen Sportarten verstecken muss.
Somit kann man Schach als Sport bezeichnen. Auch wenn dies mancherorts sehr kontrovers diskutiert wird, genießt Schach seit 1977 die Anerkennung als Sport durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) [7].
Stichwort: Doping. Wenn es im Leistungssport um Titel und viel Geld geht, dann sind Betrugsversuche durch leistungssteigernde Mittel leider eine allgegenwärtige Bedrohung für die Fairness im Sport. Es ist schon länger bekannt, dass unter dem Einfluss von Stimulanzien die Spielstärke eines Schachspielers steigt [8]. Der Deutsche Schachbund verfolgt hierzu vordergründig zwar eine strikte Agenda [9]. Die Umsetzung in Form von Dopingtests ist allerdings noch ausbaufähig. So gibt es beispielsweise keine Kontrollen in der Schach-Bundesliga, geschweige denn in unteren Ligen. Und dann gibt es ja noch das sogenannte E-Doping, bei dem auf unterschiedlichste Art und Weise mit elektronischen Hilfsmitteln versucht wird, sich einen Vorteil gegenüber seinen Gegenspielern zu verschaffen [10]. Auf Top-Niveau sind die Maßnahmen strikt und erinnern an die Zugangskontrollen am Flughafen. In unteren Ligen beschränkt sich das Anti-E-Doping auf Hinweise des Veranstalters und Appelle an das Fairplay der Teilnehmer. Restriktive Kontrollen fehlen komplett.
Stichwort: Sportverletzungen. Muskeln, Knochen, Gelenke und Bänder werden in bewegungsbetonten Sportarten teilweise so stark beansprucht, dass Verletzungen an der Tagesordnung sind [11]. Schach scheint in den gängigen Verletzungsstatistiken nicht nennenswert aufzutauchen. Weder hat sich bisher ein Spieler beim Spielen mit Holzfiguren einen Splitter mit nachfolgender Blutvergiftung zugezogen, noch sind Verstauchungen der Hand bei zu heftigem Drücken der Schachuhr dokumentiert. Da Schachspieler ihrem Sport in der Regel sitzend ausüben, haben manche allerdings wiederholt mit Rückenproblemen zu kämpfen. Auf Großmeister-Niveau ist ein Wettkampf in Tilburg (1985) dokumentiert, in dem der Engländer Anthony John (Tony) Miles wegen Rückenbeschwerden einige Partien des Turniers im Liegen absolvieren musste [12]. Schlimmer geht leider immer und daher soll abschließend nicht verschwiegen werden, dass in sehr seltenen Fällen selbst der Tod seinen Weg ans Schachbrett zu finden scheint [13].
Selbst bei den Randerscheinungen scheint Schach also den klassischen Sportarten in Nichts nachzustehen, so zynisch das auch erscheinen mag. Wer aber immer noch Zweifel hat und Schach wegen der fehlenden körperlichen Komponente nicht als Sport einstuft, dem sei ein Blick auf Schachboxen empfohlen [14]. Hier sollte wirklich für jeden Sportfan etwas dabei sein. Spätestens daran dürfte dann auch Rainhard Fendrich wieder seine Freude haben.
Das Titelbild zu dieser Aufgabe zeigt die weiße Formation in der Grundstellung. In der Studie von Sam Loyd aus dem Jahre 1858 geht es darum, den schwarzen König derart auf dem Brett zu platzieren, dass Weiß am Zug in drei Zügen matt setzt. Die Lösung hierzu gibt es ausnahmsweise erst in der nächsten Ausgabe.
Nützliche Links
[1] https://www.musixmatch.com/lyrics/Rainhard-Fendrich/Es-lebe-der-Sport
[2] http://www.hitzler-soziologie.de/pdf/Publikationen_Ronald/2-18.pdf
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Sport
[4] https://www.healthline.com/health/benefits-of-playing-chess
[5] https://www.lifeline.de/vorsorgen/geistige-fitness/
[6] https://www.fitrechner.de/kalorienverbrauch/USC21035-1/Schach+spielen
[7] https://www.deutsche-schachjugend.de/sport/
[8] https://www.medmix.at/hirndoping-bei-schachspielern
[9] https://www.schachbund.de/schach-doping.html
[10] https://www.augsburger-allgemeine.de/sport/Schach-Elektronische-Hilfsmittel-E-Doping-als-Betrug-im-Schach-id52306771.html
[11] https://www.sicherheit.sport/sportmanagement/sicherheit-im-breitensport/unfallpraevention-im-sport/
[12] https://britishchessnews.com/wp-content/uploads/2019/11/img_0830_lv.jpg
[13] https://www.sueddeutsche.de/panorama/tragoedie-in-norwegen-zwei-spieler-sterben-bei-schach-olympiade-1.2091606
[14] https://de.wikipedia.org/wiki/Schachboxen
Das Middenmang Magazin vom Kulturpunkt Basch wurde mit dem Stadtkulturpreis Nord 2021 ausgezeichnet.
Der Kulturpunkt erhielt diesen Preis des Bezirksamt Hamburg Nord für die Nachhaltigkeit bei der Umsetzung dieses Projekts. Er wird jährlich vergeben und von der SPARDA Bank gefördert.
Im Jahr 2016 als Kommunikationsplattform für die diverse Nachbarschaft gegründet, hat sich das Middenmang Magazin im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Dabei ist es immer nah an den Menschen im Stadtteil (und darüber hinaus) geblieben. Hier haben sie die Möglichkeit ihr eigenes Stadtteilmagazin zu schreiben, d.h. eigene Berichte, Reportagen oder auch Rezeptvorschläge, die ihnen am Herzen liegen.
In Zeiten der Corona Pandemie ist es dem Team vom Middenmang Magazin gelungen, Nachbarschaftsprojekte mit Bürger*innen-Beteiligung auf eine hybride Art und Weise umzusetzen. „Poesie im Alltag!“ oder „Lieblingsplätze und Wohlfühlorte in Barmbek“ wurden digital und analog in den Stadtteil gespielt und zeigen, dass Digitalisierung und Social Media keine Sackgasse für Bürgernähe bedeuten müssen.
Unser Dankeschön gilt euch allen, die uns mit eurer Beteiligung im Redaktionsteam oder euren selbstgeschriebenen Artikeln unterstützt habt. Wir danken dem Bezirk Nord für diese Auszeichnung, die uns ermutigt den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
Fotos: Sophia Weider
Mit Bezirksamtleiter Michael Werner-Boelz und Marit Schröter vom Ernst Deutsch Theater.
Es wird bunt. Es wird laut. Und leise. Es heißt alle willkommen. Es will mitmachen. Und die Seele baumeln lassen. Es geht einen ganzen Tag lang. Herzlich Willkommen zum ersten The Young ClassX Festival am Samstag, den 2. Juli 2022 auf Kampnagel.
Das Musik-Förderprogramm The Young ClassX zeigt sein vielfältiges Angebot und lädt Jung und Alt zum Zuhören, Mitmachen und Verweilen ein. Für Verpflegung, Spaß und ordentlich Festival-Atmosphäre ist natürlich gesorgt.
Los geht das The Young ClassX Festival schon am Morgen mit einem Play & Conduct Konzert des ersten The Young ClassX Botschafters, dem Pianisten Rudolf Buchbinder, mit dem Moses Mendelssohn Kammerorchester. Danach kommen die The Young ClassX Schulchöre und die Auswahlensembles zu zwei aufeinanderfolgenden Konzerten zusammen. Auch das Fanny Orchester lässt von sich hören und lädt im Anschluss zu einem Dirigierworkshop ein. Zudem warten ein Percussion- und Singworkshop auf das Publikum, mit den Assistant Coaches können Instrumente ausprobiert werden und wer selbst in die Tasten hauen will, bekommt die Möglichkeit auf der Open Stage.
All das wird natürlich begleitet von bester Festival-Atmosphäre, in der die Zeit zwischenzeitlich stehenzubleiben scheint, die Musik dafür aber nie.
Am Abend folgt dann das Finale: das allseits bekannte The Young ClassX Jahreskonzert. Ein Konzert, in dem alle Chöre und Orchester des Förderprogramms gleichermaßen noch einmal zu Wort und Ton kommen und zeigen, dass die Musik den Herausforderungen der letzten beiden Jahre standgehalten hat. Und wie!
ACHTUNG: Wer am Abend das Jahreskonzert besuchen will, braucht ein Extraticket. Im Tagesticket sind alle Konzerte bis 17.00 Uhr enthalten.
Künstlerische Modulleitungen: Prof. Clemens Malich (Instrumental und Orchester), Maria Ludwig-Petersen (Chor), Michael Zlanabitnig (Chor)
Jetzt vormerken: Das The Young ClassX Festival 2022 https://theyoungclassx.de/Konzerte auf Kampnagel!

Beitrag von Julia Kastner / Foto von Kulturpunkt
Auf der Suche nach einem richtig guten Frühstück hat es mich am Wochenende mit meinen Mädels ins Komponistenviertel verschlagen. Unser Ziel: LORDS Deli. Ein absoluter Volltreffer!
Nach dem Motto: Von Nachbarn für Nachbarn ist LORDS Deli ein Ort der Zusammenkunft für Freunde und Familien. Neben süßem und deftigem Frühstück gibt es fette Avocado-Stullen, einen wechselnden Mittagstisch, knusprigen Flammkuchen, selbst gebackenen Kuchen von den „Baking Queens“, guten Kaffee von den Public Coffee Roasters und vieles mehr.
Das Frühstück wird wochentags bis 11:30 Uhr angeboten. Am Wochenende kann nach einer durchfeierten Nacht bis 14 Uhr der Kater-Hunger gestillt werden.
Für die geschmackliche Bewertung des Frühstücks habe ich eine ausgeklügelte Punkte-Skala entwickelt:
1 – nein, nein, nein und nochmals nein
2 – is’ ausbaufähig
3 – kann man mal machen
4 – bitte mehr davon
5 – einfach himmlisch lecker
Hier meine abschließende Punkte-Vergabe:
Apfelkuchen 5/5 (eine wahre Offenbarung für mich)
Kaffee mit Hafermilch 4/5 (bitte mehr davon)
Portugiesisches Croissant 5/5 (das Wasser läuft mir beim bloßem Gedanken an den geschmolzenen Käse im Mund zusammen)
Mein Fazit:
Hin da! Es lohnt sich! Ich werde wiederkommen.